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Zukunft Alt-Wetters bewegt Bürger: Fragen über Fragen

20.06.2007 | 09:30 Uhr

Wetter. (eli) Das Wetter lockte eher in den Biergarten als zur Bürgerversammlung; trotzdem war der Veranstaltungsraum der Sparkasse am Dienstagabend rappelvoll. Die Innenstadtentwicklung Alt-Wetters ist ein Thema, das die Menschen ganz offensichtlich bew

Um die Information für die Bürger so umfassend wie möglich zu gestalten, hatte Fachbereichsleiter Manfred Sell das Plenum mit seinen Kolleginnen Melanie Auras (Wirtschaftsförderung) und Birgit Gräfen (Fachdienstleiterin Stadtplanung) sowie Frank Schauerte (Fachdienstleiter Umwelt und Verkehr) besetzt. Ebenfalls Rede und Antwort stand Wilfried van Vliet (vom Treuhänder DSK).

In seinem Vortrag erinnerte Manfred Sell an Anlass und Beginn der städtebaulichen Entwicklung (Sommer 1996) und umriss die bislang umgesetzten Maßnahmen wie die Wohnbebauung neben Lidl und die Sanierung des Bahnhofs mit Stadtbibliothek (Tag der offenen Tür am 18. August) und Gastronomie (Eröffnung am 1. November). Unter der Überschrift "Was kommt" gab der Fachbereichsleiter einen Ausblick auf Zukünftiges: das Einkaufszentrum (Baubeginn 2008, Fertigstellung Herbst 2009), den Neubau des zentralen Busbahnhofes (in den Jahren 2009/2010) und die Verlegung des Marktes neben den Bahnhof sowie die Umgestaltung der Kaiserstraße " sobald die neue Ruhrbrücke steht". An dieser Stelle erntete Sell zwar Gelächter, das er aber zu einem späteren Zeitpunkt mit Informationen und konkreten Termine zum Ruhrbrückenbau beantwortete (Beginn zweiter Bauabschnitts Herbst 2007 mit Bau des Regenrückhaltebeckens an der Gederner Straße, Fertigstellung der 370-Meter-Brücke im Jahr 2010, Kosten: 29 Millionen Euro).

Doch zurück zur Kaiserstraße: Sie soll nach Fertigstellung der Ruhrbrücke vom Status "Bundesstraße" zurückgestuft werden zur Gemeindestraße. "Das bedeutet, statt der zurzeit 16 000 Fahrzeuge fahren dann nur noch 6 000 täglich durch eine Tempo-20-Zone", so Sell. Das Kreuzungsbauwerk werde zum Kreisverkehr umgebaut, und die Kaiserstraße gewinne - wie eine Zeichnung anschaulich vermittelte - durch Bäume, Terrassen und andere Elemente deutlich an Aufenthaltsqualität.

Eine überaus rege Frage- und Diskussionsstunde, launig moderiert von Pressesprecher Kay Obergfell, schloss sich an. Ein Wengeraner sah in den Maßnahmen "eine ungeheure Verschwendung von Steuermitteln"; denn in Wengern und Grundschöttel sei mit viel geringerem Aufwand ein reges Dorfleben erzielt worden. Manfred Sell appellierte daraufhin an die Anwesenden, sich als "Gesamt-Wetteraner" zu verstehen und sich auf das ganze "Dorf Wetter" zu konzentrieren.

Zahlreiche Fragen zum Thema Verkehr wie etwa "Wird die Königstraße als Schleichweg nach Herdecke benutzt?" oder "Wird die Hagener Straße ausgebaut, wenn die Ruhrbrücke steht?" schlossen sich an. Frank Schauerte erklärte, dass die Verkehrsbeziehungen innerhalb Alt-Wetters erhalten bleiben; zudem werde nächstes Jahr ein Ingenieurbüro alle verkehrlichen Auswirkungen, die die Ruhrbrücke mit sich bringe, überprüfen. "Gibt es einen Plan B, wenn die Pläne mit dem Einkaufszentrums nicht hinhauen?" wollte Rüdiger Specht wissen. Es sei müßig, darüber nachzudenken, so Manfred Sell; "denn ohne Einkaufszentrum hat Wetter ein ernsthaftes Problem." Im Herbst, so versprach er, werde es eine weitere Bürgerversammlung geben: Dann sei auch Horst Jütte vom Investor ITG dabei, und dann werde es auch konkrete Informationen zum Ankermieter im Einkaufszentrum geben.

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