Zügig unterwegs mit Motor und Pedalen

Herdecke..  Wenn ich an E-Bikes denke, habe ich gleich Seniorenfahrräder mit summendem Motor und Fahrradradio vor Augen. „Das ist doch nichts für mich!“, denke ich mir auf dem Weg zum Cuno-Forum am Harkortsee, wo der Stromanbieter Mark-E je zweimal samstags im Monat Elektro-Bikes zum kostenlosen Verleih anbietet.

Dort angekommen, bekomme ich eine Kurzeinführung ins E-Bike-Fahren: Rechts ist ganz klassisch die Gangschaltung, und links kann die elektrische Unterstützung eingestellt werden. Von superstarker Unterstützung „Turbo“ über sportlich bis hin zu null Unterstützung ist alles dabei. Dann fährt sich das E-Bike also wie ein ganz normales Fahrrad. Na dann: Helm auf und los! Mit dem Elektro-Fahrrad will ich eine Runde um den Harkortsee drehen.

Für Spaß an Geschwindigkeit

Gleich zu Beginn merke ich: Man muss mehr trampeln als gedacht. Hört man auf in die Pedale zu treten, hört auch der Motor auf, einen voranzutreiben. Ein Fahrrad für Tretfaule ist das nicht! Dafür macht es umso mehr Spaß, wenn man sich ordentlich abstrampelt. Der Tacho in der Mitte des Lenkers bescheinigt mir zwischenzeitlich eine Geschwindigkeit von fast dreißig Stundenkilometern. Ich muss zugeben: Nur in Verbindung mit der Turbo-Einstellung. Aber je schneller man trampelt, desto schneller treibt der Motor einen voran. Das macht sich besonders auf den Steigungen rund um den Harkortsee bezahlt. Mein Fazit: E-Bikes eignen sich besonders für Fahrradfahrer, die Spaß an Geschwindigkeit haben und sich trotzdem nicht komplett aus der Puste bringen lassen wollen. Dennoch bleibt der sportliche Aspekt nicht außen vor. Auf der Hälfte meiner Route bilden sich bereits die ersten Schweißperlen auf meiner Stirn. Zum einen wegen der unterschätzten Anstrengung, zum anderen, weil ich mich plötzlich frage, wie lange ich mit dem E-Bike eigentlich fahren kann, bis mich der Akku im Stich lässt?

Als ich später wieder am Cuno-Forum ankomme, erfahre ich, dass alle Aufregung umsonst war: Mit voll geladenem Akku fährt ein E-Bike zwischen 60 und 90 Kilometer weit. Das Aufladen selbst dauert rund anderthalb Stunden, und da der Akku portabel ist, kann man bei längeren Touren auch gut in einer Raststätte zwischenzeitlich um einen Platz an einer Steckdose bitten. Und man selbst kann sich dort von der – doch recht anstrengenden – Fahrt auf dem E-Bike erholen.

Bis September

Die E-Bikes von Mark-E stehen noch bis September immer am ersten und dritten Samstag im Monat kostenlos zum Verleih am Cuno-Forum zur Verfügung.