Zeit der Trauer

Kleine Leute, große Sorgen. Das gilt vor allem dann, wenn Schreckensnachrichten auch vor den Ohren der Jüngsten nicht halt machen. Ein Absturz, viele Tote, darunter auch Kinder. Der Berichterstattung über das Unglück in den Alpen konnten auch Kindergartenkinder nicht entgehen.

Und deshalb ist es gut, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein bleiben mussten. Im katholischen Kindergarten St. Gerwin etwa konnten sie reden über das, was sie aufgeschnappt und doch kaum verarbeitet hatten. Und sie konnten handeln: Beim Entzünden einer Kerze für die Opfer des Absturzes oder mit einem leisen Gebet.

Laut werden sollte es gestern eigentlich vor dem Landtag. Die Kreisjägerschaft hatte ihre rollende Waldschule in die Landeshauptstadt schicken und den Politikern wegen des geplanten Jagdgesetzes den Marsch blasen wollen. Die Jagdhörner blieben eingepackt, die Waldschule im Kreis. Tief betroffen von dem traurigen Ereignis, hatten sich die Waidmänner entschlossen, auf ihr Demonstrationsrecht zu verzichten. Ihre große Sorge, was ist sie gegen das Leid und die Trauer der Hinterbliebenen.