Zauleck-Seniorenheim jetzt frei von Krätze

Besucher wurden am Eingang des Seniorenheims vor der Infektionskrankheit gewarnt.
Besucher wurden am Eingang des Seniorenheims vor der Infektionskrankheit gewarnt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Infektionskrankheit , an der Bewohner und Mitarbeiter des Johannes-Zauleck-Hauses in Wetter erkrankt waren, ist nach Monaten offiziell besiegt.

Wetter..  Aufatmen im Johannes-Zauleck-Altenheim: Das Kreisgesundheitsamt hat den Ausbruch der meldepflichtigen Infektionskrankheit Krätze jetzt offiziell für beendet erklärt. Monate hat es gedauert, bis die lästigen Milben endlich besiegt waren.

Wir erinnern uns: Mitte Oktober hatte unsere Zeitung erstmals darüber berichtet, dass 40 Senioren und 13 Mitarbeiter an Krätze erkrankt waren. Bei einigen Bewohner bestand allerdings lediglich der Verdacht. Und weil sich die Krätzemilben zu dem Zeitpunkt bereits - allen Maßnahmen zum Trotz - seit Wochen hartnäckig hielten, ordnete das Kreisgesundheitsamt damals eine Großaktion an: Alle Bewohner, Mitarbeiter und auch Kontaktpersonen nahmen zeitgleich eine Tablette des aus Frankreich georderten Medikaments Stromectol ein. Umfassende Hygienemaßnahmen sowie eine 36-stündige Schließung des Hauses sollten den Milben ein für allemal den Garaus machen. „Doch mit dieser einmaligen Tabletteneinnahme war es nicht getan“, berichtet Amtsärztin Sabine Klinke-Rehbein.

Maßnahmen schrittweise abgebaut

Je nach Fall hätten einige Erkrankte auch zwei oder mehrere Tabletten einnehmen müssen. „Die Kontaktpersonen, die wir prophylaktisch mitbehandelt haben, bekamen aber alle nur eine Tablette“, so die Medizinerin. Zudem seien die sehr umfassenden Hygienemaßnahmen über einen längeren Zeitraum weitergeführt und dann erst schrittweise wieder zurückgenommen worden.

„Wir waren zu ungefähr zehn Terminen vor Ort und haben alles intensiv durchgesprochen. Alle Maßnahmen wurden mit Hautarzt, Hygienefachkräften, Gesundheitsaufsicht und Heimleitung abgestimmt“, sagt Sabine Klinke-Rehbein. Aus der Literatur sei bekannt, dass sich ein derartiges Prozedere 40 Tage hinziehen könne. Die Inkubationszeit sei nun aber lange verstrichen, und es gebe jetzt auch schon lange keine Erkrankten mehr. „Aber die Beobachtungszeit dauert noch lange an, weil die post-scabiösen Hautveränderungen noch weiter bestehen“, klärt sie auf; „die müssen intensiv weiter gepflegt und behandelt werden.“

Nun aber sei die Krätze im Johannnes-Zauleck-Haus endgültig Geschichte. „Das ist eine schwierige Phase für Bewohner, Angehörige und Mitarbeiter, wenn so etwas eine Einrichtung erwischt. Was keine Seltenheit ist, das muss man mal betonen.“

Pläne für die Zukunft

Erleichterung gibt es nun auch bei Heimleiterin Heike Fellensiek, die sich in diesem Zusammenhang für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt, der Heimaufsicht und der Amtsärztin bedankt. „Bei uns läuft alles wieder normal.“ Sie blickt nun in die Zukunft und verspricht viele Veranstaltungen und „echte Highlights“ für das neue Jahr. Heike Fellensiek: „Wir sind gerade in der Veranstaltungsplanung und werden in Kürze unser Jahresprogramm vorstellen, Bewohner, Angehörige und Freundes unseres Hauses können sich auf ein kurzweiliges Jahr freuen.“ Erster Höhepunkt in Kürze: eine große Karnevalsfeier mit Live-Musik.