Wetterwechsel soll die Stadt aufblühen lassen

Anika Fricke, Don Kneller und Hans-Günter Draht (v. l.) gehören zu den
Anika Fricke, Don Kneller und Hans-Günter Draht (v. l.) gehören zu den
Foto: WP
Sieben Geschäftsleute haben in Alt-Wetter den Verein „Wetterwechsel“ gegründet. Sie wollen Kräfte für die Innenstadt-Entwicklung bündeln.

Wetter..  Wetterwechsel, das wünschen sich in diesen Tagen angesichts regengrauer Wolken viele. Sieben Geschäftsleute aus Alt-Wetter haben sich den Wetterwechsel auf die Fahnen geschrieben und einen gleichnamigen Verein gegründet. Zweck des Vereins: „Vernetzung aller am Wohl der Stadt Wetter und des Stadtteils Alt-Wetter interessierten Kräfte, insbesondere des Handels, Handwerks, der Industrie, Sparkassen und Banken, Gastronomie, Dienstleister, Ärzte, Freiberufler, Behörden und interessierter Bürger“. So steht es in der Satzung von Wetterwechsel e.V., der noch im Dezember ins Vereinsregister eingetragen worden ist.

„Wir brauchten für den Feierabendmarkt im Bismarckquartier einen Veranstalter“, sagt Hans-Günter Draht, zweiter Vorsitzender von Wetterwechsel. Die Vereinsgründung sei also durch den „Druck der Ereignisse“ angeschoben worden. Denn aus der Idee einiger Geschäftsleute, einmal im Monat in Alt-Wetter einen Abendmarkt anzubieten, ist schnell eine Institution geworden. Man trifft sich am ersten Freitag im Monat im Schatten der Lutherkirche. Doch ebenso wie sich der Feierabendmarkt zum Magneten entwickelt hat, ist aus dem Veranstalter-Verein schnell mehr geworden. „Wir wollen uns aktiv um die Innenstadtentwicklung kümmern“, sagt der 1. Vorsitzende, Rechtsanwalt Don Kneller. „Die Leute erwarten, dass nicht nur die Bürgersteige schön sind, sondern dass auch etwas passiert.“ Jetzt brauche man Geschäfte und ein attraktives Umfeld. Der Abendmarkt im Bismarckquartier ist ein Teil dieses attraktiven Umfelds. „Das hat schon viel gebracht, um Menschen nach Alt-Wetter zu locken“, sagt Anika Fricke, die das Modegeschäft Adelkind in der Bismarckstraße betreibt. Doch es gibt noch viel zu tun. Denn noch immer würden sich Besucher des Marktes verwundert die Augen reiben, angesichts der Geschäfte drumherum. „Es gibt auch Wetteraner, die uns nicht kennen“, weiß Fricke.

„Wir wollen offensiv sein“, sagt Hans-Günter Draht. Und mit ihrer Offensive wollen die Geschäftsleute weitere Mitstreiter mitziehen. Zur Gründung haben sich sieben Vereinsmitglieder zusammengefunden, „weitere sind jederzeit willkommen“, so Draht. Mit dem Verein soll die „Lebensqualität im Stadtteil und dessen Anziehungskraft“ gefördert werden. Außerdem will man den Stadtteil als Wirtschaftsstandort stärken und zukunftsfähig machen. Klingt nach den Zielen, die sich auch das Stadtmarketing, die städtische Wirtschaftsförderung oder die Werbegemeinschaft auf die Fahnen geschrieben haben. Ist Wetterwechsel also eine Konkurrenz für diese Verbände? „Nein, wir wollen eine Ergänzung sein“, betont Don Kneller. Hans-Günter Draht sieht die Rolle von Wetterwechsel ähnlich: „Gute Ideen sollen gemeinsam vorangetrieben werden.“