Wetters Rat wird kleiner
18.04.2008 | 17:51 Uhr 2008-04-18T17:51:15+0200Wetter. (gau) Beim Sparen muss auch die Politik ihren Beitrag leisten. Deshalb soll der Rat der Stadt Wetter verkleinert werden. Dem stimmte der Hauptausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag zu.
Wenn die Wetteraner im nächsten Jahr zur Kommunalwahl aufgerufen sind, wird es - wenn auch der Rat dem Beschlussvorschlag zustimmt - in Wetter statt 19 nur noch 16 Direktwahlbezirke geben. Die Zahl der zu vergebenden Ratssitze reduziert sich dadurch um sechs auf 32. Hinzu kämen - wie bislang auch - acht Überhangmandate, so dass Wetters nächstes Stadtparlament insgesamt 40 statt bisher 46 Abgeordnete haben würde. Diese Reduzierung spart pro Jahr 18 000 Euro ein, in einer fünfjährigen Legislaturperiode macht das 90 000 Euro.
"Die kleinen Fraktionen fühlen sich unterrepräsentiert", gab Paul Frederik Höller (Grüne) vor der Abstimmung zu bedenken, sagte aber auch: "Wenn Wetter bei Schulen, Sport und Kultur sparen muss, können wir als Politiker uns nicht ausschließen." Das sah auch Johann Fiolka von der SPD so: "Vor dem Hintergrund des allgemeinen Sparzwangs muss auch die Politik ihren Beitrag leisten." Für die CDU begrüßte Andé Dobersch die Verkleinerung des Rates: "Auch wenn sie für die kleinen Fraktionen nachteiliger ist, so ist sie doch insgesamt tragbar." Dem hielt Jürgen Übelgünn von den Grünen entgegen: "Man kann nicht verlangen, dass die kleinen Fraktionen Selbstmord begehen", und forderte eine geringere Reduzierung der Ratsmandate. Gerd Steuer (Bürger für Wetter) indes hielt die vorgeschlagene Verkleinerung für "die gerechteste Lösung, bei der alle Fraktionen zurecht kommen." Anders sah das Doris Hülshoff (FDP), die vor allem eine zu starke Arbeitsbelastung für die wenigen verbleibenden Ratsmitglieder der kleineren Fraktionen befürchtete. So stimmten FDP und Grüne auch gegen die vorgeschlagene Verkleinerung des Rates, SPD, CDU und Bürger für Wetter waren dafür.
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