Wetteranerin kassiert zu viel Geld von Behörde

Wetter..  Als ihr Nebenjob zu einer Teilzeitstelle wurde, versäumte es eine Wetteranerin (42) offenbar, diese Information der Agentur für Arbeit rechtzeitig zukommen zu lassen. Deswegen erhielt sie Geld, das ihr nicht mehr zustand. Jetzt musste sie sich wegen Betrugs vor dem hiesigen Amtsgericht verantworten.

Im November konnte sich die Wetteranerin darüber freuen, dass sie endlich mehr arbeiten konnte. Doch diese Veränderung teilte sie dem Amt augenscheinlich erst für Dezember mit. Aus diesem Grund, so zumindest der Anklagevorwurf, kassierte sie rund 450 Euro zu Unrecht. Später kam die Überzahlung ans Licht und die Frau, die sich bis dato nie etwas zu Schulden hatte kommen lassen, hatte es plötzlich mit der Justiz zu tun.

Telefonisch alles mitgeteilt

Im Prozess beteuerte die 42-Jährige jedoch, die Arbeitsagentur sehr wohl informiert zu haben. Bei einem Beratungsgespräch habe sie erklärt, dass sie künftig Teilzeit arbeiten würde. Allerdings wisse sie noch nicht wann und in welchem Umfang. Die Stelle sei dann im November ausgebaut worden, und das habe sie bei einem Anruf beim Servicecenter auch mitgeteilt. Den Namen des Mitarbeiters habe sie sich aber leider nicht aufgeschrieben. Überhaupt habe sie damals noch keinen Arbeitsvertrag gehabt, wirklich mehr gearbeitet habe sie erst im Dezember, und zusätzliches Geld habe sie auch erst später verdient. Darüber hinaus habe sie bereits 200 Euro zurückgezahlt. Insgesamt verlange das Amt etwa 600 Euro von ihr. Nichts desto trotz: „Ich weiß, dass das Ganze nicht gerade glücklich gelaufen ist.“

Das Gericht hätte unter diesen Umständen weitere Ermittlungen veranlassen können, um Licht ins Dunkel zu bringen, sah die Notwendigkeit allerdings als fraglich an. Denn möglicherweise war der tatsächliche Schaden geringer als angenommen. Auch wirkten sich das unbescholtene Vorleben und die Bereitschaft, das Geld zurückzuzahlen, positiv für die Wetteranerin aus. Ihr Verfahren wurde schließlich gegen Zahlung von 250 Euro Geldbuße zu Gunsten einer gemeinnützigen Einrichtung eingestellt.