Wetteraner sollen Europa mit allen Sinnen erleben

Stehen und stützen das Kultur-und Integrationsprojekt: Prof. Dr. Dietmar Köster (Europaabgeordneter, links) und Schirmherr und Bürgermeister Frank Hasenberg (2. von rechts) mit den Organisatoren, Wolfgang Wehmeyer (2. von links)und Friedhelm Langer (rechts) vom Kunstverein Artenreich.
Stehen und stützen das Kultur-und Integrationsprojekt: Prof. Dr. Dietmar Köster (Europaabgeordneter, links) und Schirmherr und Bürgermeister Frank Hasenberg (2. von rechts) mit den Organisatoren, Wolfgang Wehmeyer (2. von links)und Friedhelm Langer (rechts) vom Kunstverein Artenreich.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der Kunstverein Artenreich setzt Anfang Mai auf ein Miteinander der Nationen bei der „Europawetter“-Aktionswoche

Wetter..  Kann man Europa fühlen oder gar sehen, schmecken, hören oder feiern? „Ja, man kann“, sagen Wolfgang Wehmeyer und Friedhelm Langer vom Kunstverein „Artenreich“, der gemeinsam mit vielen Sponsoren und Förderern eine aktionsreiche Europawoche organisiert hat. Vier Tage im Mai wird sich dafür die kleine Harkortstadt Wetter in eine internationale, europäische Stadt verwandeln – „Europawetter“.

Die Idee dahinter ist einfach zu erklären: „Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir europäisch weltoffenes Denken und Handeln erlebbar und fühlbar machen. Wir wollen Vorurteilen und Klischees durch gemeinsames Erkennen und Verstehen entgegenwirken“, sagt Wolfgang Wehmeyer. Schließlich lebten in Wetter derzeit Bürger aus etwa 60 Nationen. Da sei Kunst sei zwar ein ideales Medium zur Überwindung von Sprachbarrieren und Berührungsängsten. Aber sie sei eben nur ein Baustein in einem Gesamtgebilde. Sprich: Mit einer Kunstveranstaltung allein bringe man Integration und eine Kultur des Miteinander nicht voran. Deswegen sei „Europawetter“ entstanden, ein Treffpunkt für Kontakte und Kommunikation, eine Bühne für gemeinsames Verstehen, Lernen, Handeln und Feiern.

Bürgermeister ist Schirmherr

Und so haben Wolfgang Wehmeyer und Friedhelm Langer verschiedenste Institutionen, Organisationen, Vereine, Kirchengemeinden und den Einzelhandel mit ins Boot geholt und ein viertägiges Spektakel auf die Beine gestellt, das vom 7. bis 10. Mai mit vielfältigen Aktionen und Attraktionen in die Innenstadt lockt. Den Startschuss zur Europawoche in Wetter gibt Schirmherr Bürgermeister Frank Hasenberg bereits am 2. Mai. Dann startet auch ein Projekt in den 45 beteiligten Geschäften, die in ihren Schaufenstern jeweils ein europäisches Land vorstellen werden. Ergänzt wird die Länderpräsentation durch eine Kunstmeile in den Ladenlokalen, die bestückt wird mit Werken von Künstlern aus möglichst vielen Ländern Europas. Ebenfalls an diesem Tag beginnt ein Europa-Gewinnspiel.

Das Programm

Und so geht es ab Donnerstag, 7. Mai, weiter im Programm der Europawoche: „Integration zwischen Theorie und Praxis“ ist eine Diskussionsrunde am 7. Mai um 19 Uhr im Veranstaltungssaal der Sparkasse überschrieben, an der der Europapolitiker Prof. Dr. Dietmar Köster und Vertreter des Integrationsbeirates teilnehmen werden. Europa zum Schmecken gibt es am Freitag, 8. Mai, ab 15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz. Neben allerlei Spezialitäten warten auch Straßenkünstler und Musiker auf Besucher. Ab 19 Uhr wird die Unknown Bluesband aus Witten auf der Bühne stehen und mit ihrer Musik für ungezwungene Atmosphäre sorgen, in der man einander gerne begegnet.

Mit Musik geht es am Samstag, 9. Mai, ab 11 Uhr weiter: Chöre der Stadt singen im Bismarckquartier, während auf dem Bahnhofsvorplatz erneut der kulinarische Markt seine Stände öffnet. Ab 14 Uhr sind dann die Kinder an der Reihe; sie können beim Kohlenlauf starten oder sich am Programm der Schulen und Kindergärten beteiligen. „Lasst uns leben, gemeinsam leben“ lautet ein Songprojekt, das einige Grundschulen auf der Bühne am Bahnhof präsentieren werden. Auch weiterführende Schulen und die Musikschule sind mit von der Partie. Ab 19 Uhr gehört die Bühne dann den „Shy Bandits“.

Gemeinsame Friedensbotschaft

International geht es am Sonntag, 10. Mai, ab 12 Uhr weiter, wenn neben dem kulinarischen Markt auch ein Jazz-Frühschoppen Genießer anlocken wird. Um 14 Uhr werden Vertreter von ortsansässigen christlichen und muslimischen Gemeinden gemeinsam ihre Friedensbotschaft verlesen, bevor dann um 15 Uhr die Bühne an Folkloregruppen übergeben wird: griechische Folklore, irischer Tanz, schottische Dudelsackklänge, spanische Gitarrenklänge sowie italienische, türkische und portugiesische Folklore werden hör- und sichtbar machen, wie bunt und vielfältig Europa ist. Das Spektakel endet gegen 18 Uhr.

„Der Abschlusstag soll symbolisieren, dass wir alle Europa sind und als Willkommensbotschaft verstanden werden“, sagt Friedhelm Langer. Dem Verein Artenreich als Veranstalter sei sehr wohl bewusst, dass „Europawetter“ nur ein Anfang sei. Aber ein Anfang, mit dem die Stadt Wetter ein Zeichen setzen könne.