Wetter will Betreuungsbedarf per Gutachten klären

Bei den Schülern beliebt: Das Essen für die Kinder im Offenen Ganztag
Bei den Schülern beliebt: Das Essen für die Kinder im Offenen Ganztag
Foto: Heike Adelberger
Was wir bereits wissen
Mit einem 6300 Euro teuren Gutachten soll der Betreuungsbedarf im Offenen Ganztag in Wetter geklärt werden. Im Schulausschuss wurde über diese Ausgabe diskutiert.

Wetter..  Die Stadt Wetter wird für 6300 Euro ein Gutachten in Auftrag geben, das im Offenen Ganztagsbereich den zusätzlichen Betreuungsbedarf außerhalb der jetzigen Zeiten ermitteln soll. Das hat der Schulausschuss bei einer Gegenstimme beschlossen. Einzige Voraussetzung: Die notwendigen Mittel werden im Haushalt 2015 bereit gestellt.

„Ich würde das Geld dafür privat nicht ausgeben“, hatte Fachbereichsleiter Dietrich Thier zu Beginn der jüngsten Diskussion im Ausschuss erklärt. Allerdings kam von ihm auch die klare Aussage: „Die Verwaltung ist zu eng besetzt.“ Eine Abfrage des Elternwillens in städtischer Regie sei nicht leistbar.

Ausschussmitglied Kerstin Reinhard kannte solche Abfragen vom Kindergarten her. Manchmal seien das nur handschriftliche Zettel gewesen, „aber sie haben völlig ausgereicht, den Bedarf zu ermitteln.“ Sie war am Ende die Einzige, die gegen den Auftrag an ein Dortmunder Büro stimmte, das auch eine wissenschaftliche Begleitung liefern soll.

6300 Euro „sinnvolle Ausgabe“

Auch ohne gutachterliche Lösung habe es in der Vergangenheit mit der Stadt „immer ganz unspektakuläre Lösungen gegeben“, wusste Christiane Müller (CDU) aus eigener Erfahrung zu berichten. Dennoch hielt die CDU an dem Auftrag fest. Die Ausgabe störte auch Karen Haltaufderheide von den Grünen. Sie hatte aber die Hoffnung, dass eine erstmalige Befragung durch ein Institut der Stadt spätere Nachfolgebefragungen erleichtern könnte.

Rosi Wolf-Laberenz (SPD) erinnerte daran, dass der Schulausschuss in der Sache schon einmal diskutiert und sich eine neutrale Erhebung gewünscht habe. Für sie sind die 6300 Euro „eine sinnvolle Ausgabe, wenn es einmal vernünftig gemacht und von der Verwaltung fortgeführt wird.“ Es sei klar, dass künftig mit mehr Bedarf für eine frühere Betreuung und Angebote bis in den Abend zu rechnen ist.