Wetter schränkt Osterfeuer stark ein

Das Osterfeuer auf dem Harkortberg
Das Osterfeuer auf dem Harkortberg
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Traditionsfeuer bleiben erlaubt, privates Abfackeln wird verboten. Entscheidung liegt beim Rat

Wetter..  Rund 150 Osterfeuer und Osterfeuerchen waren es im vorigen Jahr. Zehn oder zwölf Brauchtumsfeuer sollen es dieses Jahr maximal werden. Das jedenfalls hofft Anette Pfeiffer vom Fachdienst Ordnung. Eine neue Verordnung über Brauchtumsfeuer soll das bewirken. Im zuständigen Fachausschuss gab es jetzt nur eine Gegenstimme. Entscheiden muss der Rat.

So manches Strauchabbrennen sei in der Vergangenheit als Traditionsfeuer ausgeflaggt worden, erklärte Anette Pfeiffer. Die Kontrollen zu Ostern hätten angesichts der Vielzahl der Feuer einen „erheblichen Persoanlaufwand“ mit sich gebracht. Zudem lasse das Landesimmissionsgesetz nur noch Ausnahmen für echte Brauchtumsfeuer zu. Für Pfeiffer war klar: „Geschützt werden muss der Bürger, der die Feinstäube einatmen muss und nicht der Bürger, der Grünabfälle abbrennen will“.

Eine Diskussion mit Tradition

Feuerwehrchef Ralf Tonetti legte nach: „Das belastet uns“, sagte er über „zum Teil stark uneinsichtige Bürger“ und nicht ausreichende Sicherheitsabstände bei Feuern am Ostersamstag. Ralf Berghaus von der AfD erinnerte an die große Bedeutung, die solche Feuer für die Kasse der veranstaltenden Vereine haben. Gerade sie dürfen ihre Osterfeuer weiter abbrennen, kam erklärend zurück. Am Ende stimmte er gegen die Verordnung, weil sie schon dieses Jahr gelten soll.

Bei den übrigen Ausschussmitgliedern gab es Zustimmung. Das Landesimmissionsgesetz müsse auch in Wetter gelten, so Kirsten Stich (SPD). Geselligkeit dürfe nicht als Vorwand dienen, Sträucher zu verbrennen. Die Ausschussvorsitzende Karen Haltaufderheide (Grüne) erinnerte daran, dass die Diskussion über Regeln für die Tradititonsfeuer selbst schon Tradition habe. Zwei Jahrzehnte habe sie bestimmt gedauert. Am Ende reichte es sogar für einen breiten Konsens, Tiere möglichst gut zu schützen. Nur drei Tage darf ein Feuer vor dem Abfackeln aufgebaut sein.

In Herdecke wurde eine Verordnung zu den Osterfeuern bereits 2005 beschlossen. Auch hier gilt: Traditionsfeuer sind erlaubt, müssen aber angemeldet werden. Private Feuer bleiben verboten. Im vorigen Jahr hat es 24 angemeldete Osterfeuer gegeben. Mögliche unangemeldete Feuer wurden nicht erfasst. Beschwerden, so die Auskunft aus dem Rathaus, seien nicht bekannt.