Werde Mensch!

D.  ieses Jahr aber mal echt…
Vornehmen, durchhalten… gute Vorsätze!


„Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen“. So kennt es eine Alltagsweisheit. „Nimm dir nix für, geit dir nix fehl!“ behauptet auf platt eine andere Stammtischphilosophie. An beiden ist etwas Wahres dran. Der Jahreswechsel lädt gerade dazu ein, sich viel vorzunehmen. Silvester markiert einen Wendepunkt. Dem Weihnachtswinterspeck werde ich mit mehr Sport zu Leibe rücken, ich besuche wirklich mal wieder Tante Ursel im Altenheim, dies ist meine letzte Zigarette, ich will Alkohol fasten, Sonntag hole ich Brötchen zu Fuß, ach, und, ja, ich spende nicht nur, ich geh gleich selbst mal wieder zur Kirche? Vielleicht… Kurz: Ab jetzt wird alles besser und ich werde ein besserer Mensch. „Mögen hätt ich schon wollen,aber dürfen habe ich mich nicht getraut.“ Karl Valentin bringt es herrlich auf den Punkt, wovon in der Bibel das Matthäusevangelium beredt Zeugnis ablegt: „Der Geist ist willig und das Fleisch ist schwach.“


Gutmenschen sind Mangelware. Lohnt es sich überhaupt, gute Vorsätze zu haben, wenn diese nur ein Scheitern nach sich ziehen? Wer kann schon sich oder die Welt verbessern? Ist doch wahr, Mensch!
Zum guten Willen gehört doch auch das Vollbringen, oder? Wie schaffe ich das nur? Es braucht schlicht Hilfe. Unterstützung bei der Umsetzung von kleinen und großen Vorhaben und Vorsätzen tut gut und trägt schon zum Weltverbessern bei. Eine kleine Geste ist manchmal mehr wert als großes Aufsehen.
Gott hilft den Menschen auch. Gott stützt und stärkt, Gott will, dass wir den Nächsten lieben und uns selbst. So oft daran gescheitert werden mag, so oft hilft Gott wieder auf. Deshalb – und das ist ja noch frisch in Erinnerung – schickt er seinen Sohn Jesus Christus. In ihm kommt uns Gott menschlich, mitmenschlich entgegen und zugleich als Vorbild.


Ich empfehle also vorsätzlich: „Mach’s wie Gott, werde Mensch!“ Jeden Tag neu und jeden Tag ein bisschen mehr. Nur Mut! Dann gibt Gott seinen Segen dazu. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie in Ihrer Kirche oder ihre Pfarrerin. Frohes Neues!