Wenn Schüler kein Wort Deutsch können

Herdecke..  Sie stehen mit ihren Eltern vor dem Direktor und können wie diese kein Wort Deutsch. Von der Schule aufgenommen werden müssen sie trotzdem -- Kinder von Flüchtlingen aus dem nahen Osten ebenso wie der Nachwuchs von Familien, die aus Polen oder Frankreich nach Herdecke zum Arbeiten gekommen sind.

In Herdecke hat sich eigens ein Arbeitskreis für diese Kinder gegründet. Heute hat der Arbeitskreis „Sprachförderung für zugewanderte Kinder und Jugendliche an Herdecker Schulen“ zwei Politiker zu Gast. Die Öffentlichkeit kann gerne dabei sein, wenn es ab 19.30 Uhr in der Aula der Robert-Bonnermann-Grundschule um die Sprachprobleme von Kindern aus Flüchtlingsfamilien geht.

Wer zahlt die Hilfe?

Ins Gespräch gebracht werden sollen der heimische Landtagsabgeordnete Thomas Stotko (SPD), die Flüchtlingspolitische Sprecherin der Landesgrünen Monika Düker, Realschulleiter Hubertus Schmalor und Barbara Degenhardt-Schumacher, Geschäftsführerin des Vereins für Christliche Zusammenarbeit in Herdecke (VCS). Moderiert wird der Abend von Klaus Görzel, Redakteur der Lokalredaktion von Westfalenpost und Westfälischer Rundschau.

Dank des Arbeitskreises gibt es in Herdecke aktuell Sprachförderung für Kinder, die sonst in der Schule sitzen müssten, ohne etwas vom Unterricht zu verstehen. Sprache ist wichtig, um anzukommen in Deutschland als Gastland, aber die Einbindung besonders von Flüchtlingen muss weit darüber hinaus gehen.

An der Notwendigkeit von Hilfen zur Eingliederung gibt es wenig Zweifel. Nur fehlt es vielfach an den nötigen Finanzmitteln. Was hat die Landespolitik schon getan? Was ist noch von ihr zu erwarten? Das wollen die Herdecker heute erfahren.