Weniger Komasäufer im EN-Kreis

Ennepe-Ruhr..  Trinken bis der Arzt kommt: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt ein Problem, auch wenn die Zahl der Betroffenen im Bundestrend zurückgeht. In Ennepe-Ruhr-Kreis landeten 2013 weniger jugendliche Komasäufer in einer Klinik. Nach Informationen der DAK-Gesundheit kamen 131 Kinder und Jugendliche im Kreis mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2012 um 4,4 Prozent. In den vergangenen zehn Jahren gab es jedoch immer noch eine Steigerung der Fälle um über 200 Prozent.

„Bunt statt blau“

Anlass zur Sorge bereite der Alkoholmissbrauch bei Jüngeren. In der Altersgruppe der 10- bis 15-Jährigen mussten in der Region 16 Kinder in einer Klinik behandelt werden. „Es ist erfreulich, dass sich landes- und bundesweit beim Rauschtrinken eine erste Trendwende abzeichnet. Ich hoffe, dass sich diese positive Entwicklung auch bei uns langfristig bestätigt“, sagt Uwe Zulauf, Chef der DAK-Gesundheit in Witten. Zur Unterstützung setzt die Krankenkasse auch 2015 die erfolgreiche Aufklärungskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ fort. Beim Wettbewerb „bunt statt blau“ werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen wurden zur Teilnahme eingeladen: www.dak.de/buntstattblau.