Wengern soll sein „Dorfplätzchen“ bekommen

Pläne für das Dorfplätzchen in Wengern liegen bereits vor.
Pläne für das Dorfplätzchen in Wengern liegen bereits vor.
Foto: PP
Was wir bereits wissen
Im nächsten Umwelt- und Verkehrsausschuss stellt die Verwaltung die Planungen für Wengerns Mitte vor. Mit dem Umzug von Penny soll auch ein Dorfplatz realisiert werden.

Wengern..  Während hinter den Kulissen des neuen Penny-Marktes in Wengern fleißig gebaut wird – die Eröffnung soll Ende April sein --, nehmen auch die Pläne für das Umfeld Gestalt an. Die Planungen für das „Dorfplätzchen in Wengern“ sind so weit vorangeschritten, dass sie im kommenden Umwelt- und Verkehrsausschuss der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Nach dem Vorschlag der Verwaltung soll die Politik dann für die Umgestaltung grünes Licht geben.

Nachdem mit dem Wegzug von Edeka reichlich Kaufkraft vor allem Richtung Bommern abfließt, ist es erklärtes Ziel von Verwaltung und Politik, das Ortszentrum wieder zu stärken. Dazu sollen die zentralen Bereiche der Osterfeldstraße und die Nordstraße umgestaltet werden. Vor allem Bürger äußerten in diesem Zusammenhang den Wunsch nach einem Platz in der Mitte des Ortsteils. Ein Platz ist es angesichts der Durchfahrtssituation nicht geworden, über ein Dorfplätzchen könnten sich den Wengeraner aber bald freuen.

Das ist vor allem dem Engagement der Sparkasse Wetter zu verdanken, die ihre Filiale an der Osterfeldstraße betreibt. Weil dort Arbeiten am Entwässerungssystem anstehen, hat das Geldinstitut der Stadt angeboten, sich an der Umgestaltung der Fläche zwischen neuem Penny-Markt und Sparkasse zu beteiligen. Auch der Eigentümer des im Umbau befindlichen Discounters unterstützt das Vorhaben.

75 Quadratmeter der Discounterfläche würden dem Dorfplätzchen zugeschlagen, von der Sparkasse kommen 140 Quadratmeter. Zusammen mit 105 Quadratmetern städtischem Grund kommt ein Platz mit gut 320 Quadratmetern zusammen. Die Kosten für die Umgestaltung sollen ebenfalls auf die Kooperationspartner aufgeteilt werden. Wobei die Sparkasse neben Sitzmöglichkeiten auch noch ein Spielgerät und Fahrradständer aufstellen möchte. „Wir wollen ähnlich wie am Bahnhof in Wetter die Aufenthaltsqualität an dieser Stelle verbessern“, sagt Christian Becke, Vorstandsmitglied der Sparkasse. Sowohl vor der Sparkasse wie auch auf dem geplanten Platz soll ein einheitlicher Boddenbelag geschaffen werden. Zudem will Becke auch noch für einen Stromanschluss sorgen, „falls es auf dem Platz mal eine Veranstaltung gibt.“ Während der etwas struppige Bewuchs zwischen Parkplatz und Sparkasse weichen soll – der Baum bleibt stehen und wird im Dunkeln von unten beleuchtet – sollen die Infokästen der Vereine erhalten bleiben. „Sie werden nach den vorliegenden Planungen nur ein wenig versetzt“, so Christian Becke.

Ob es allerdings auf dem Platz auch ein gastronomisches Angebot gegen wird, so wie es in den vorliegenden Plänen zu sehen ist, steht in den Sternen. Man plane nichts dergleichen, sagt Stefan Graf, bei Penny für die Expansion in der Region zuständig. Und auch die Sparkasse will keinen Kaffee ausschenken.