Wengern rüstet sich für die Zukunft

SPD-Stadtverbandsvorsitzender Peter Zinn und der designierte Ortsvereinsvorsitzende in Wengern, Alexander Müller
SPD-Stadtverbandsvorsitzender Peter Zinn und der designierte Ortsvereinsvorsitzende in Wengern, Alexander Müller
Foto: WP
Radfahrer, Touristen und natürlich die Bürger hat die SPD Wengern im Visier. Für sie soll bald ein adäquates Supermarktangebot her.

Wengern..  Neue Ideen für den Stadtteil und ein neues Gesicht für den SPD-Vorstand – in Wengern rüstet man sich für die Zukunft. Peter Zinn, lange Jahre Vorsitzender des Ortsvereins, zieht sich aus der ersten Reihe zurück, „weil die Arbeit im Stadtverband meine ganze Kraft erfordert.“

Einziger Kandidat für die Nachfolge ist Alexander Müller, ein Neuling in den Reihen der SPD. Seit Mai ist Müller Mitglied in der Partei, den Anstoß für seinen Eintritt hat ein Wahlworkshop der SPD vor der Kommunalwahl 2014 gegeben. „Wenn ich etwas bewegen will, muss ich das mit einer Partei im Rücken tun“, sagt Müller. Die SPD sei bereits im Vorfeld bei der Diskussion über die Schulsituation in Wengern aktiv geworden, „da lag es nahe, in diese Partei einzutreten.“ Müller selbst war bei diesem Thema als Stadtelternrat aktiv. Am 23. März stellt sich Alexander Müller im Ortsverein Wengern zur Wahl.

Themen, die er danach gemeinsam mit dem Stadtverbandsvorsitzenden Peter Zinn verfolgen will, gibt es reichlich. „Wir wollen den Stadtteil besser an den Ruhrtalradweg anbinden“, sagt Zinn. Schließlich lohne es sich für die Touristen, in Wengern halt zu machen. „Wir haben vor allem gastronomisch Einiges zu bieten“, sagen Müller und Zinn. Man wolle an der neuen Trasse „Von Ruhr zur Ruhr“ und auch am Ruhrtalradweg entsprechende Hinweise platzieren. Mit der AVU sei man zudem im Gespräch, eine Ladestation für E-Bikes aufzustellen. „Schließlich muss man zu uns auch einen Berg hoch“, sagt Zinn.

Radfahrer, aber auch andere Touristen will die SPD außerdem am Bahnhof Wengern zum Aussteigen bewegen. „Hier müssen wir mehr Aufmerksamkeit schaffen“, sagt Müller. „Und das Umfeld entsprechend aufwerten.“ Das sei rund um den Bahnhof nicht wirklich einladend. Zudem liege der Bahnhof abseits, so dass auch von dort aus eine entsprechende Beschilderung in den Ortskern von Wengern führen müsse.

Verhandlungen mit Netto

Touristen sind gern gesehene Gäste, doch will sich die SPD auch um die Bürgerinnen und Bürger von Wengern kümmern. Die Realisierung des Dorfplätzchens, die mit der Eröffnung des neuen Pennymarktes abgeschlossen sein soll, sehen die Genossen als Erfolg ihrer Parteiarbeit. Und es soll noch weiter gehen, sagen Müller und Zinn. „Wir wollen ein adäquates Supermarktangebot in Wengern schaffen“, so Peter Zinn. Es gebe konkrete Verhandlungen mit Netto. Gemeinsam mit einem Investor sei ein Neubau in Wengern denkbar. Wie weit diese Pläne gediehen sind, können die Politiker noch nicht sagen. „Wir können nur die Rahmenbedingungen schaffen, ob ein Unternehmen sich dann ansiedelt, das können wir nicht beeinflussen“, sagt Müller. Allerdings lebten in Wetter und auch speziell im Ortsteil Wengern „Menschen, die Kaufkraft haben“. Und mit der Bebauung des Elbergs würde sich das noch verbessern. Der Standort werde also in Zukunft interessanter für einen Investor.