Wehr hetzt von Einsatz zu Einsatz
05.06.2011 | 17:13 Uhr 2011-06-05T17:13:00+0200Herdecke.Kaum Zeit zum Durchatmen hatten die Feuerwehrleute am Wochenende, weil sie von einem Einsatz zum nächsten hetzen mussten.
Bereits am späten Freitagnachmittag rückte die Wehr zur Wittbräucke aus, um Polizei und Rettungsdienst zu unterstützen: Dort waren zwei Autofahrer aufeinander losgegangen, nachdem sie sich zuvor auf der Autobahn gegenseitig bedrängt und dann angehalten hatten. Die Streithähne verletzten sich schwer und mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Die B 54 wurde für den Rettungseinsatz voll gesperrt; dadurch kam es langen Rückstaus.
Direkt von der Wittbräucker Straße ging es in den Fasanenweg, wo die Blauröcke mit Drehleiter und Tragegeschirr beim Transport eines Patienten aus dem dritten Obergeschoss halfen. Zur selben Zeit rückte ein weiteres Löschfahrzeug in die Straße „Im Wiesengrund“ aus. Dort war ein Telegrafenmast umgestürzt, und ein weiterer drohte umzustürzen. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle.
Unterholz und
Strandkorb brannten
Samstagmorgen schlugen die Funkmelder der Helfer um 7.18 Uhr Alarm: Am Gymnasium brannte ein Papiercontainer in voller Ausdehnung. Die Einsatzkräfte löschten unter Atemschutz mit einem C-Rohr. Weil es in letzter Zeit immer wieder zu solchen Bränden gekommen war, erkundete die Wehr die Umgebung und fand an der Mühlenstraße auf einem Parkplatz zwei weitere brennende Container. Sie wurden ebenfalls gelöscht. Es besteht der Verdacht der Brandstiftung; deswegen werden dringend Zeugen gesucht, die sich direkt an die Polizei wenden sollen: 0 23 35/91 66 70 00.
Die Feuerwehr wurde Samstagabend gegen 22.30 Uhr erneut gerufen: In einem kleinen Waldstück am Hessenberg hatte Unterholz Feuer gefangen gebrannt. Ein Anwohner hatte das Feuer aber bereits erfolgreich mit einem Gartenschlauch bekämpft, als die Einsatzkräfte kurze Zeit später eintrafen. Die Wehrleute überprüften das Waldstück mit einer Wärmebildkamera auf weitere Glutnester.
Währenddessen ging um 22.44 Uhr schon der nächste Notruf ein: Balkonbrand im sechste Obergeschoss eines Hochhauses im Veilchenweg.. Da die Feuerwehr zu dieser Zeit auch noch zwei Brandwachen für die Maiwoche stellte, und bei einem Balkonbrand immer von einer erhöhten Ausbreitungsgefahr ausgegangen werden muss, ließ Einsatzleiter Christian Arndt Vollalarm geben: Sirenen heulten durch ganz Herdecke.
Die Erkundung vor Ort ergab dann, dass ein Strandkorb auf einem Balkon im sechsten Obergeschoss brannte. Die Bewohnerin hatte bereits versucht, mit mehreren Eimern Wasser den Brand zu löschen. Außerdem war der Brandrauch bereits durch ein offenes Fenster in ein Zimmer gezogen.
Leitung zerborsten:
Keller unter Wasser
Die Blauröcke löschten letzte Glutnester ab und kontrollierten angrenzende Zimmer mit einer Wärmebildkamera. Noch während der Einsatz am Veilchenweg lief, musste ein Löschfahrzeug wieder abgezogen und zur Straße „Zum Höffken“ geschickt werden. Dort stand der Keller eines Hauses rund 25 Zentimeter unter Wasser. Ursächlich dafür war eine geborstene Wasserleitung in der Straße. Die Wasserleitung zum Haus wurde abgeschiebert.
Die Blauröcke übergaben die Einsatzstelle an die zwischenzeitlich verständigte n Mitarbeiter der DEW (Dortmunder Energie und Wasser). Anschließend wurde ein Fahrzeugbrand auf der Kampstraße gemeldet; dies stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus.
Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Herdecke waren mit zwei Löschzügen bis weit nach Mitternacht im Einsatz.
06:24
Und wenn einem dann nichts mehr einfällt was man noch schreiben könnte, fällt einem der Artikel von vergangenem Wochenende ein.
Vielen Dank, DerWesten und frohe Pfingsten!