Warten auf die große Lösung für Spielplätze in Wetter

Am Spielplatz im Bremmen in Wengern ist ein defektes Spielgerät mit einem Bauzaun abgesichert.
Am Spielplatz im Bremmen in Wengern ist ein defektes Spielgerät mit einem Bauzaun abgesichert.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Viele Spielgeräte in Wetter sind in einem schlechten Zustand. Die Stadt will gut überlegen und dann richtig ansetzen.

Wetter..  Der Zustand der Spielplätze im Stadtgebiet wird von Eltern heiß diskutiert. Insbesondere die Zustände in Wengern sorgen für Empörung. Teils sind die Spielgeräte in einem traurigen Zustand, teils sind sie sicherheitshalber gleich gesperrt. Das hat Methode, die letztlich auf weniger Spielplätze in der Stadt abzielt, dafür aber besser ausgestattete an den richtigen Plätzen. So sagt es jedenfalls die Verwaltung.

„Der Spielplatz im Bremmen wird immer maroder, und statt zu reparieren wird eingezäunt oder einfach die Leiter der kleinen Rutsche ganz entfernt. Dazu wurde der Bachlauf stellenweise auch eingezäunt“, schreibt in einer Facebook-Gemeinde von Wetteranern eine Nutzerin und beschreibt sich selbst als „einfach nur akut frustriert“.

Rindenmulch statt Fallschutzmatten

In der Sache will ihr die Stadtverwaltung auf Nachfrage der Redaktion gar nicht widersprechen. Mit Sicherheitszäunen sei im letzten Herbst der Wasserspielbereich im Bremmen abgesperrt worden. Mit dem Umweltausschuss sei abgestimmt, dass der Wasserspielbereich auch nicht mehr geöffnet werde. Das Kombigerät mit Rutsche sei ebenfalls abgesperrt. Dem Stadtbetrieb sei im Rahmen einer Untersuchung aufgefallen, das der Holzboden morsch sei. Warum aber belässt es die Stadt bei einem Bauzaun als Sperrgitter, statt mit den Reparaturen zu beginnen?

Die städtische Pressestelle verweist auf bevorstehende Beratungen im Unterausschuss Spielplätze. Länger schon wird versucht, die Spielplatzmisere mit einem Konzept in den Griff zu bekommen. Welche Standorte entsprechen noch dem aktuellen Bedarf, was ist mit den Mitteln zur Erneuerung machbar und was nicht? Bei solchen Fragestellungen wird nicht schnell mal eben ein teures Spielgerät ausgewechselt.

Die Spielplätze verrotten aber nicht so einfach. Oftmals wird nachgeholfen. Immer wieder stellen die Kontrolleure des Stadtbetriebs fest, dass blinde Zerstörungswut einen Spielplatz getroffen hat, so etwa unmittelbar vor dem Henriette-Davidis-Museum in Wengern. Hier gibt es eine kleine Kunststoffrutsche, bei der die Kinder direkt im Schotter ankommen, wenn sie die gelbe Piste hinuntergerutscht sind.

„Oft schon war das Thema unter den jungen Müttern“, weiß Christel Holtröhr, die häufig mit ihrem Enkel auf das schattige Plätzchen am Ufer der Elbsche kommt. Positiv geändert hat sich durch das Rumoren allerdings nichts.

Der Stadtbetrieb kennt das Problem mit der Rutsche. Früher war sie von Fallschutzmatten umgeben. Viele einzelne „Pflastersteine“ bildeten diese Matten. Bis immer mehr Steine verschwanden und zum Schluss eine jähe Kante blieb, die eher zu Verletzungen führen kann als Stürze mildert. Immer mal wieder sei mit Rindenmulch aufgefüllt worden, heißt es beim Stadtbetrieb. Jetzt kommen die Gummi-Steine ganz weg. Gesperrt wird aber nicht. Vorläufig sollen die Kinder in Holzhackschnitzeln sanft landen.