Volles Haus bei der Herdecker Maiwoche

Buntes Treiben bei der Herdecker Maiwoche. Auch die Kleinsten hatten ihren Auftritt.
Buntes Treiben bei der Herdecker Maiwoche. Auch die Kleinsten hatten ihren Auftritt.
Foto: Jürgen Theobald
Was wir bereits wissen
Kaum noch Parkplätze, dichtes Gedränge in der Innenstadt und viel Applaus für die Aktiven – bei der Maiwoche tummeln sich seit Mittwoch Abend täglich Tausende.

Herdecke..  Stau vor dem Staunen. Wer am Donnerstag den Kunstmarkt der Maiwoche besuchen wollte, musste sich geduldig zeigen. Schon die Anreise mit dem Auto war angesichts der Massen, die in die Stadt strömten, schwierig. Die Kennzeichen der Fahrzeuge verrieten, kein Weg ist zu weit, um im Mai gemeinsam in Herdecke zu feiern. Oberhausen, Köln, Münster oder auch der Hochsauerlandkreis – aus allen Himmelsrichtungen reisten die Menschen an. Parkplätze gehörten entsprechend zur Mangelware. Und die Suche gestalte sich schwierig, weil die nahegelegenen Flächen zum Beispiel am Quartier Ruhraue schnell belegt waren. Also wurden die Nebenstraßen bis hinauf zu Sonnenstein oder Zunftstraße genutzt. Richtung Wetter war sogar der Platz vor der Minigolfanlage am Zillertal voll belegt, und die Maiwochen-Besucher spazierten an der Ruhr entlang Richtung City.

Jugendliche im Blick

Doch nicht nur der Weg hin zum überregional attraktiven Stadtfest, auch der Weg durch die Budenstadt zwischen Hauptstraße und Rathaus geriet zum Geduldsspiel. Vor allem in der Fußgängerzone und rund um den Stiftsplatz drängelten sich die Besucher des Kunstmarktes. Da war mancher Besucher froh, zwischendurch einen Platz zum Ausruhen im Kirchen-Café oder auch auf der Terrasse des Blue Jays zu finden. „Von hier aus kann man das Treiben gut beobachten“, sagte Marlene Pryzbilski, die sich vor dem neuen Gemeindehaus an der Stiftskirche einen Platz gesucht hatte. Bestens versorgt mit Kaffee und Kuchen aus dem kleinen Café, das im Wintergarten seinen Platz gefunden hatte. Während die einen noch den Kaffee genossen, ließen sich andere schon Alkoholisches schmecken. Dass dabei vor allem bei Jugendlichen nicht das Maß verloren geht, darauf achtet die Stadt besonders. Mit der Polizei haben Jugend- und Ordnungsamt schon bei den Händlern auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen gedrängt. Darüber hinaus werden Kinder und Jugendliche gezielt angesprochen, wenn der Verdacht besteht, dass zu viel Alkohol konsumiert wird. Nach Angaben der Polizei wurden dabei auch einige Flaschen mit Hochprozentigem sichergestellt. Für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes gab es aber vergleichsweise wenig Arbeit. Lediglich am Bleichstein musste eine alkoholisierte Jugendliche geborgen werden, am Mittwochabend gab es sechs Einsätze für den Rettungsdienst, die im Zusammenhang mit Alkohol standen. Darüber hinaus kam es zu Rangeleien, welche zu „16 Platzverweisen gegen Personen führten“, heißt es im Polizeibericht. Die in diesem Jahr neu eingerichtete Anlaufstelle für Jugendliche am Bachplatz meldete dagegen für die ersten Maiwochentage: „Kein Einsatz nötig“. Im Jugendzentrum stehen während der Festtage Mitarbeiter zum Gespräch bereit.