Vier Trunkenbolde, vier Polizeiautos und jede Menge Zuseher

Haspe..  Vier übermäßig Betrunkene – drei Männer im Alter von 44 bis 55 Jahren sowie eine Frau (33) – sorgten am Mittwochabend für einen Großeinsatz der Polizei, der wiederum zahlreiche Schaulustige anzog. Für die Zechbrüder und ihre ebenfalls mächtig alkoholisierte Bekannte endete der Einsatz in der Ausnüchterungszelle.

Die Trunkenbolde hatten sich auf einer Sitzbank in der Vollbrinkstraße, gar nicht weit von der Hasper Polizeiwache entfernt, niedergelassen und pöbelten, während sie kräftig weiter tranken, Passanten an und grölten lautstark. Schließlich wurde es einigen Anwohnern zu bunt, sie alarmierten die Polizei. Ein Streifenwagen erschien, die Beamten forderten die Trinker auf, den Platz unverzüglich zu verlassen, doch diese dachten gar nicht daran. Daraufhin wollten die Polizisten den 44-jährigen Wortführer der Gruppe zur Ausnüchterung ins Gewahrsam bringen, was jedoch zunächst an seiner heftigen Gegenwehr scheiterte. Von seinen Trinkgenossen, die die Beamten lautstark beleidigten, wurde er dabei nach Kräften unterstützt.

Während immer mehr Passanten stehen blieben und die Auseinandersetzung zwischen den Ordnungshütern und den Trinkern verfolgten, riefen die Polizisten schließlich drei weitere Streifenwagen zur Unterstützung herbei. Als der Wortführer endlich in einem Polizeiauto untergebracht war, versuchten seine drei Freunde ihn zu befreien, beleidigten die Polizisten übel und sparten nicht mit wilden Drohungen. So kam es, dass letztlich das gesamte Quartett unter den Augen der knapp 50 Schaulustigen festgesetzt und abtransportiert werden musste.

Die folgenden Alkoholtestes ergaben bei allen vier Betrunkenen Werte von drei bis vier Promille. Ein Arzt bestätigte bei dreien die Haftfähigkeit, der Wortführer dagegen musste aufgrund seines Gesundheitszustandes ins Krankenhaus gebracht werden. Doch damit war der Einsatz noch nicht ganz beendet. Denn einer der Zechkumpane stürzte in der Ausnüchterungszelle, schlug auf dem Boden auf, zog sich eine Platzwunde am Kopf zu und musste ebenfalls in einer Klinik medizinisch versorgt werden.

Am Fronleichnamstag wurden die vier Zecher wieder in die Freiheit entlassen.