Umgekippte Bäume richten in Ruhrstädten viele Schäden an

In der Heilkenstraße in Volmarstein krachte ein Baum in den Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses.
In der Heilkenstraße in Volmarstein krachte ein Baum in den Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses.
Foto: WP
Sturmtief Niklas ließ auch in Wetter und Herdecke viele Bäume umkippen. Vor allem in der Harkortstadt gab es etliche Einsätze, aber nirgends Verletzte.

Wetter/Herdecke..  Lautstark hat sich Sturmtief Niklas auch in den Ruhrstädten bemerkbar gemacht. Beispielsweise am Kreisel der Kaiserstraße und in der Weststraße in Wetter, wo am Vormittag zwei umgestürzte Bäume drei Häuser beschädigten. „Es hat richtig geknallt, als gegen 9 Uhr eine Tanne auf das Dach gefallen ist“, so ein Anwohner aus der Weststraße. „Das ganze Haus hat ein bisschen gewackelt.“

Nebenan krachte an der Villa Bönnhoff ein Baum gegen die Stirnseite eines Mehrfamilienhauses am Kreisel. Der Baum deckte Teile des Daches ab und ließ zwei Scheiben im Obergeschoss bersten. „In der Wohnung hielt sich zu dem Zeitpunkt niemand auf“, sagte Einsatzleiter Patrick Poblotzki. Die Straße war länger gesperrt, Feuerwehrleute nahmen über die Drehleiter lose Pfannen ab, um die Gefahr für Passanten zu mindern.

Am frühen Nachmittag flatterten dann rot-weiße Absperrbänder quer über die Theodor-Heuss-Straße. Vom Giebel des alten Gemeindehauses hatten sich Dachpfannen gelöst. Eine war auf der Haube eines Sport-Coupés gelandet, eine andere hatte die Heckscheibe eines Wagens durchschlagen. Überall auf dem Boden des Parkplatzes waren Scherben verteilt. Die Autobesitzer waren bereits informiert, die Versicherungen auch.

Gegen 17 Uhr dann der nächste aufwändige Einsatz in der Heilkenstraße in Volmarstein: Vom Gegenhang kippte eine mächtige Buche auf ein Mehrfamilienhaus, Äste drangen ins bewohnte, aber zu dem Zeitpunkte menschenleere Dachgeschoss ein. Ein THW-Statiker überprüfte die Einsturzgefahr.

Kran droht am Bahnhof zu kippen

In Herdecke rief gegen 7.30 Uhr eine Anwohnerin besorgt bei der Feuerwehr an, da am Bahnhof einer der beiden Baukräne auf dem Neubaugebiet an der Ladestraße umzustürzen drohte. Eine Feststelleinrichtung des Krans war aktiv und verhinderte, dass sich der Kran im Wind drehen konnte. Bis zum Eintreffen eines Mitarbeiters der Baufirma sperrte die Feuerwehr das Gelände großräumig ab. Davon waren auch die Bahnlinie und der Bahnsteig betroffen. Nach dem Lösen dieser Bremsvorrichtung an dem Kran war dieser Einsatz für die Feuerwehr beendet.

Am Mühlenweg kippte an einem Hang ein Baum um und drohte, auf die Bahnlinie zu fallen. Zur Sicherheit wurde in Absprache mit einem Notfallmanager der Deutschen Bahn die Strecke zwischen Herdecke und Dortmund gesperrt.

Stillstand auch am Bahnhof Wetter. Obwohl zumindest Abellio zwischen Hagen und Essen pendelte, hielt in Wetter kein Zug. „Wir mussten auf die andere Ruhrseite ausweichen“, so Abellio-Sprecher Rainer Thomann. Dort konnte allerdings niemand aus- oder einsteigen. „In Wengern-Ost können wir nicht halten“, so seine Auskunft.

Immer wieder rückten die Feuerwehrleute in beiden Städten bis zum Abend aus. Die wichtigste Erkenntnis: Es gab keine Verletzten. „Trotz des erhöhten Einsatzaufkommens hatten wir die Lage im Griff“, so die Wehrsprecher Christian Arndt und Thomas Schuckert.

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