TSE investiert gut 250 000 Euro in Gebäude

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Wetter..  Der Schock nach dem Brand des Reuterhauses ist verdaut, aus dem Provisorium in der Bergstraße ein taugliches Übergangsquartier geworden. „und mit dem Beschluss des Rates, im Schöntal einen neuen Kindergarten zu bauen, können wir in die Zukunft blicken“, zog Monika Stechemesser, zu Beginn der Jahreshauptversammlung des Trägervereins Soziale Einrichtungen (TSE) noch Vorsitzende, eine Bilanz des vergangenen Jahres.

Mit Blick auf die Möglichkeiten des Vereins, weitere U-3-Plätze anzubieten, ist die Perspektive Neubau im Schöntal eine dringend notwendige. „Unsere Möglichkeiten, in den bestehenden Kindertagesstätten zusätzliche Plätze für U-3-Kinder zu schaffen, sind erschöpft“, sagte TSE Geschäftsführerin Ulrike Lettermann. Angesicht jüngst gestiegener Geburtenzahlen in Wetter ist eine Kapazitätserweiterung also geboten.

Die Einrichtungen

Sechs Einrichtungen betreibt der TSE in Wetter. 311Jungen und Mädchen wurden im Kindergartenjahr 2913/14 betreut, im laufenden Jahr, das noch bis zum 31. Juli läuft, sind es 317 Kinder. 52 Mitarbeiter-- teilweise in Teilzeit – kümmern sich um die Betreuung, hinzu kommen Teilzeitmitarbeiter für die Küchen und Außengelände.

Die Pädagogik

Mit einheitlichen Qualitätsstandards will der TSE das Angebot der Einrichtungen weiter verbessern. „Auch der Bildungsauftrag soll stärker berücksichtigt werden“, so Monika Stechmesser. In den einzelnen Häusern seien Konzeptionen erarbeitet worden. Aus Sicht des alten Vorstandes war außerdem die Personalentwicklung ein Thema. „In ein paar Jahren gehen viele Mitarbeiter in Rente, darauf müssen wir vorbereitet sein“, so Stechemesser.

Nach seinem Leitbild will sich der TSE stets gesellschaftlichen Veränderungen stellen. „dazu gehört, dass wir unsere Öffnungszeiten überdenken“, erklärte Monika Stechemesser. Auch das Thema der Betreuung von Flüchtlingskindern müsse man in den Blick nehmen, auch wenn bislang noch keine Bedarf angemeldet worden sei.

Das Harkorthaus erhält als Sprachförderkita in den kommenden fünf Jahren zusätzliche Mittel in Höhe von 15000 Euro. Für das Gravemannhaus stehen im selben Zeitraum 25000 Euro zusätzlich zur Verfügung. Diese Tagesstätte hat das Siegel PLUS-Kita erhalten.

Die Sicherheit

Regelmäßige Räumungsübungen sowie Begehungen mit der Feuerwehr sollen die Sicherheit in den TSE Einrichtungen gewährleisten. Die Überprüfung aller elektrischen Anlagen wie auch der Geräte in den Kitas ist eine Konsequenz aus dem verheerenden Brand am Harkortberg. Eine weitere Konsequenz ist die Auslagerung der Kinder-Daten in eine so genannte Cloud. „dazu haben wir ein Programm angeschafft, mit dem die Erzieherinnen nun arbeiten können“, erklärte Axel Peitz, der sich im alten Vorstand um dieses Thema gekümmert hat.

Die Instandhaltung

Gut eine Viertelmillion Euro hat der TSE im vergangenen Jahr in die Sanierung und Instandhaltung der Kita-Gebäude investiert. Geld, das in den Jahren seit der Umstellung auf das Kibiz-Abrechnungssystem angespart worden war. Zuvor waren diese Mittel gesondert ausgezahlt worden, nun müssen Kita-Betreiber die notwendigen Mittel aus den Kindpauschalen abzweigen. Allein 144 000 Euro wurden in der Villa Kunterbunt investiert.

Die Familienhilfe

Schon in der Vergangenheit war die Lage bei der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) nicht einfach. Vor allem lange Krankheitsausfälle belasteten die Bilanz. „das hat sich aktuell geändert, doch müssen wir für das vergangene Jahr dennoch ein Minus verkraften“, so Geschäftsführerin Lettermann. Aufträge für die Unterstützung von gefährdeten Familien kommen vor allem aus Witten. Um die Auftragslage weiter zu verbessern, habe man das Angebot flexibler gestaltet. Mit der Stadt Wetter stehe man zudem in Verhandlung, die Stundensätze anzuheben. Diese sei seit mindestens fünf Jahren nicht geschehen, sei aber zur Refinanzierung notwendig.

Egbert Willecke, bis zum Mittwoch stellvertretender TSE Vorsitzender, betonte aber auch, dass der TSE anders als andere Anbieter in diesem Bereich auf Tariftreue achte und unbefristete Arbeitsplätze anbiete. „Wir sind nicht auf Gewinnmaximierung ausgerichtet, alles was wir zusätzlich einnehmen, wird im sozialen Bereich reinvestiert.“