Tierschutzkochmütze von Stiftung für Rebional in Herdecke

Die Rebional GmbH wird von der Münchner Schweisfurth-Stiftung im Rahmen ihres Projekts „Tierschutz auf dem Teller“ als einziges Unternehmen in NRW mit einer Tierschutzkochmütze ausgezeichnet. Isabel Boergen und Oliver Kohl setzen diese Patrick Wiesen auf
Die Rebional GmbH wird von der Münchner Schweisfurth-Stiftung im Rahmen ihres Projekts „Tierschutz auf dem Teller“ als einziges Unternehmen in NRW mit einer Tierschutzkochmütze ausgezeichnet. Isabel Boergen und Oliver Kohl setzen diese Patrick Wiesen auf
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Schweisfurth-Stiftung zeichnete den Herdecker Küchenbetrieb Rebional mit einem Zertifikat aus. Der Bio-Caterer am Krankenhaus engagiere sich für Tierschutz.

Herdecke..  Das Essen in Kliniken hatte vor einiger Zeit nicht den besten Ruf. Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke bemühte sich aufgrund seiner besonderen Philosophie schon länger als andere um eine gute Verpflegung der Patienten und gründete auch deshalb eine Tochtergesellschaft namens Rebional, die auf Bio-Qualität setzt und bundesweit Catering, Beratung und die Entwicklung von Küchenkonzepten anbietet.

Davon erfuhr nun auch die Münchner Schweisfurth-Stiftung. Die hatte der Gründer von Herta, eines der größten fleischverarbeitenden Unternehmen in Europa, 1985 ins Leben gerufen. Mit dem Ziel, auf Tier- und Umweltschutzbelange in der Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung aufmerksam machen, vergibt die Stiftung seit 2006 eine Urkunde plus Kochmütze, plakativ nennt sich das Projekt „Tierschutz auf dem Teller“.

Ökologische Haltung

Auch die Herdecker Küche erfülle Kriterien wie gesundes Essen aus regionaler Herstellung. „Mindestens 60 Prozent der tierischen Erzeugnisse müssen aus ökologischer Tierhaltung stammen“, erklärt Isabel Boergen. „Wir vergeben kein Bio-Zertifikat und wollen niemanden zum Veganer umerziehen, sondern ein Bewusstsein für einen vernünftigen Umgang mit Fleisch schaffen“, ergänzt die Projekt- und Vorstandsassistentin bei der Schweisfurth-Stiftung, die von vielen schlechten Tierhaltungen berichten kann.

Oliver Kohl verweist als Mitglied der Rebional-Unternehmensleitung darauf, dass der Herdecker Betrieb seine tierischen Produkte bei einer Erzeugergemeinschaft in der Nähe einkauft und etwa Wert auf schonendes Schlachten legt. Es sei wichtig, zu wissen, wo was herkommt. „Unsere Köche achten dann darauf, richtig mit Fleisch umzugehen“, sagt Kohl.

Boergen betont, dass mit Rebional nun das erste Unternehmen in Nordrhein-Westfalen dieses Zertifikat mitsamt Tierschutzkochmütze erhalte. „Und dass dies auch noch an ein Krankenhaus geht, unterstreicht den gesundheitlichen Aspekt.“ Zumal bei der Gemeinschaftsverpflegung oft das Kostenargument Kriterien wie Qualität, Geschmack oder Frische überlagere. 16 andere Einrichtungen vorwiegend im Raum Bayern erhielten zuvor diese Auszeichnung, die alle zwei Jahre überprüft wird.

Die Rebional GmbH, die 2013 eine moderne Bio-Küche im XXL-Format an der Klinik in Ende eröffnete, hatte vor einiger Zeit schon den Titel „Caterer des Jahres“ von einer Fachzeitschrift erhalten.