Tiefer Blick ins Gehirn des Menschen
18.02.2010 | 15:50 Uhr 2010-02-18T15:50:00+0100„Die Magnetresonanztomographie des menschlichen Gehirns ist ein besonderer Schwerpunkt am Gemeinschaftskrankenhaus”, sagt Dr. Frank Schellhammer, leitender Arzt der Abteilung Radiologie.
„Das ist schon seit einiger Zeit so. Wir nutzen die hochmodernen Möglichkeiten, die wir inzwischen in der Bilddiagnostik haben, natürlich zur anatomischen Abbildung, aber selbstverständlich auch bei der Schlaganfallsdiagnostik”, erläutert der Radiologe.
Zusätzliche neue Verfahren werden, den Entwicklungen in der Medizintechnik entsprechend, auch in Herdecke praktiziert. So wendet die Fachabteilung für Radiologie inzwischen komplexe Methoden wie die Spektroskopie an. Die Spektroskopie erlaubt es, wichtige Proteine zu bestimmen und mit Hilfe ihrer Zusammensetzung einen Rückschluss auf verschiedene Erkrankungen bis hin zur Demenz zu erreichen.
Faserbahnen werden
dargestellt
Nun ist es der Fachabteilung für Radiologie in Zusammenarbeit mit der EDV-Abteilung des Gemeinschaftskrankenhauses gelungen, auch die Faserbahnen im Gehirn darzustellen. „Damit”, so Schellhammer, „werfen wir einen wirklich tiefen Blick in das menschliche Gehirn.” Diese so genannte Traktographie ermöglicht Rückschlüsse auf die Nervenfaserbündel im Gehirn. „Wir können damit wichtige Aussagen über mögliche Schädigungen treffen”, erklärt Dr. Schellhammer. Das kann notwendig sein etwa vor neurochirurgischen Operationen.
Aber auch die Folgen schon vorhandener Hirnschädigungen lassen sich mit dem Aufzeigen von Nervenbahnen, dem so genannten „Fiber Tracking”, am Magnetresonanztomographen bestimmen. „Wir haben mit dieser neuen Technologie die vorhandenen Möglichkeiten unserer Magnetresonanztomographie bedeutend erweitert”, beschreibt Dr. Frank Schellhammer.
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