Super-Handy war eine Fälschung

Herdecke/Wetter..  Im Glauben, gerade ein „echtes“ Schnäppchen zu machen, kaufte eine Herdeckerin ein Smartphone von einem Fremden und fiel auf einen bösen Schwindel rein. Der clevere Verkäufer sollte sich jetzt wegen Verstoßes gegen das Markengesetz und Betrugs vor dem Amtsgericht Wetter verantworten. Von dem 30-jährigen Dortmunder fehlte jedoch jede Spur.

Zur Vorsicht fotografiert

Im April geriet die Herdeckerin an den nur vermeintlich seriösen Verkäufer und erwarb von ihm ein iPhone für spektakuläre 60 Euro. Die Freude darüber währte nicht lange: Das Handy entpuppte sich als plumpe Fälschung, und die Geschädigte erstattete Anzeige gegen den 30-Jährigen. Dabei hatte sie gute Karten, da sie ihn, das Smartphone in seiner Hand und sein Auto zur Vorsicht bei Geschäftsabschluss fotografierte. Wenig später erhielt er Post der unangenehmen Sorte: Per Strafbefehl wurde er zu 100 Tagessätzen à 35 Euro Geldstrafe verurteilt. Damit war er aber offenbar nicht einverstanden. Er legte Einspruch ein.

Jetzt sollte der Fall in Wetter verhandelt werden, allerdings blieb die Anklagebank leer. Das Gericht machte daraufhin kurzen Prozess und verwarf den Einspruch in Abwesenheit des Angeklagten. Damit wurden die 3500 Euro Geldstrafe rechtskräftig.