Summe für Unterhalt der Spielplätze mit 196 700 Euro berechnet

Wetter..  Dass die Stadt an allen Ecken und Enden sparen muss, weiß mittlerweile wohl jedes Kind. Womit wir gleich beim Thema wären; denn auch für die Spielplätze ist kaum mehr Geld da. In den letzten Jahren wurden Unterhaltung und Erneuerung deswegen bereits aufs Notwendigste reduziert. Über die aktuelle Situation sprachen wir mit Margot Wiese, Fachbereichsleiterin Jugend, Soziales und Öffentliche Ordnung.

Wie sieht es auf den Spielplätzen in Wetter derzeit aus?

Margot Wiese: Die Spielgeräte und Ausstattungsgegenstände sind deutlich überaltert. Der überwiegende Teil ist zehn Jahre und älter. Reparaturen und Ersatzbeschaffungen werden immer häufiger notwendig. Aber weil die Geräte alt sind, werden Reparaturen auch zunehmend unwirtschaftlicher. Also werden sie abgebaut.

Wird denn nur noch abgebaut, oder wird auf einigen Spielplätzen auch noch für Ersatz gesorgt?

Ersatz zu beschaffen ist aktuell nur bedingt möglich. Nachdem sich im Januar auf dem Schulhof der Grundschule Schmandbruch ein Unfall ereignete (siehe obenstehender Bericht), hat der Stadtbetrieb die jährliche Hauptuntersuchung aller Spielplätze und Geräte vorgezogen. Dabei wurden umfangreiche Mängel festgestellt; sie zu beheben würde rund 55 000 Euro kosten. Alles in allem hat der Stadtbetrieb eine Summe von 196 700 Euro für den Unterhalt der Spielplätze in diesem Jahr ermittelt. Darin enthalten sind u.a. auch die Kosten für eine häufigere Überprüfung. Über die Situation haben wir den Unterausschuss Spielplätze und die Spielplatzpaten informiert.


Der Unterausschuss hat sich mit dem Thema beschäftigt und dem Jugendhilfeausschuss eine Empfehlung gegeben, der die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses auch einstimmig zustimmten. Wie sieht diese Empfehlung aus?

Wir als Verwaltung sind aufgefordert, eine detaillierte und aktualisierte Bestandsaufnahme zur Situation der Spielplätze zu erstellen. Auf dieser Grundlage soll ein Konzept in Abstimmung mit den Paten erarbeitet werden, das eine Konzentrierung von Spielflächen beinhaltet unter Berücksichtigung der Aufgabe weiterer Spielflächen. Grundsatz soll sein „Qualität vor Quantität“. Werden Spielflächen aufgegeben, soll ein Teil der Verkaufssumme für den Spielplatz-Etat zur Verfügung gestellt werden. Der Entwurf des Konzeptes soll zur Sitzung des Jugendhilfe-Ausschusses im Juni vorliegen.