Student mit Marihuana und Ritalin unterwegs

Wetter..  Bei einer Routinekontrolle stieß die Polizei im Auto eines jungen Wetteraners auf verbotene Fracht. Der 22-Jährige hatte sich mit Marihuana und Tabletten eingedeckt. Das brachte ihm jetzt ein Verfahren vor dem hiesigen Amtsgericht ein.

Als Polizeibeamte den Studenten am 11. November stoppten, dürfte ihnen der Geruch von Cannabis in die Nase gestiegen sein. Der 22-Jährige war gut ausgestattet: 0,45 Gramm Marihuana, 2,45 Gramm Tabak-Marihuana-Gemisch sowie sieben Ritalin-Tabletten. Bei der Polizei legte er die Karten auf den Tisch, benannte seinen Lieferanten und erklärte, den Stoff am Bahnhof in Wetter erworben zu haben.

Jetzt stand er vor Gericht, räumte den Kauf erneut ein und versicherte, dass das Marihuana und das Ritalin ausschließlich für seinen eigenen Bedarf bestimmt gewesen seien. Und seit dem Tag habe er keine Drogen mehr angerührt. Als es allerdings um seinen Dealer ging, berief er sich plötzlich auf Erinnerungslücken. „Das ist schon lange her.“

Richter spricht Tacheles

Für den jungen Wetteraner sprachen sein Geständnis und die geringen Mengen, gegen ihn der Umstand, dass unlängst ein anderes Drogenverfahren gegen ihn eingestellt wurde. Das Gericht verurteilte ihn zu 25 Tagessätzen à 15 Euro Geldstrafe.

In der Urteilsbegründung warnte Richter Heinz-Dieter Beckmann den 22-Jährigen vor künftigem Konsum etwaiger Drogen. Denn das, so begründete Beckmann mit Blick auf die Studienbemühungen des Angeklagten, mache auf Dauer geistig leistungsunfähig. „Lassen Sie die Finger davon. Tun Sie sich und uns den Gefallen und tauchen Sie hier nicht wieder auf.“