Stromunfall in Herdecke: Zwei Installateure schwer verletzt

Stromunfall in Herdecke: die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.
Stromunfall in Herdecke: die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Es war offenbar keine Explosion, sondern ein schwerer Stromunfall. Dabei sind am Dienstag in einem Herdecker Industriebetrieb zwei Installateure schwer verletzt worden.

Herdecke.. Bei einem Stromunfall in einem Industriebetrieb in Herdecke an der Ruhr wurden zwei Installateure schwer verletzt. Einer musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden. Gegen 10 Uhr ereignete sich nach Angaben der Feuerwehr in der angeblich 2500 qm großen Fabrikhalle des Industriebetriebs an der Gahlenfeldstraße 6 ein Stromunfall beim Werkzeugbauer Vollmerhaus.

Lebensgefahr nicht ausgeschlossen

Nach bisherigen Ermittlungen waren Installateure einer Elektrofirma mit Arbeiten an einer Unterverteilung beschäftigt, als ein Lichtbogen entstand. Ein 28-jähriger Herdecker erlitt dabei schwerste Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Duisburger Spezialklinik geflogen. Lebensgefahr kann nicht ausgeschlossen werden. Ein 51-jähriger Wetteraner wurde mit Verdacht auf Rauchvergiftung in das Herdecker Krankenhaus gebracht.

Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke, unterstützt von der Feuerwehr Wetter, räumte das Gebäude komplett. Große Teile der Halle wurden mit Löschschaum geflutet. Eine Notfallseelsorgerin und psycho-sozialen Unterstützungskräfte der Wehr betreuten die Betriebsangehörigen. Wie es zu dem Unglück kam, ist noch unklar.

Keine Explosion, aber Stromausfall im Gahlenfeld

Anfangs war noch von einer Explosion die Rede gewesen. Nachbarn des Betriebs, die das Geschehen von ihrem Vorgarten aus verfolgten, konnten das aber nicht bestätigen. Einen Knall haben sie jedenfalls nicht gehört. „Wir haben aber alle hier im Gahlenfeld keinen Strom, deswegen stehen die Leute auf den Bürgersteigen herum“, sagt Manfred Schulz vom benachbarten Kunststoffunternehmen Schulz. Auch sein Betrieb mit 16 Mitarbeiter stand eine Stunden nach dem Unfall noch still.