Stromausfall nach großem Kabeldefekt der AVU in Wengern

Stromausfall in Wengern, Esborn und Albringhausen: Die AVU arbeitete am Dienstag lange an der Ecke Schmiedestraße/Mühlenweg an einem Kabelschaden
Stromausfall in Wengern, Esborn und Albringhausen: Die AVU arbeitete am Dienstag lange an der Ecke Schmiedestraße/Mühlenweg an einem Kabelschaden
Foto: Steffen Gerber
Was wir bereits wissen
Nach einem Kabelschaden am Montagabend wollte die AVU ein Kabel in Wengern reparieren. Das ging schief, der Strom fiel Dienstag stundenlag aus.

Wengern..  Um 17.16 Uhr fiel am Dienstag in Teilen von Wengern und Esborn sowie Albringhausen wegen eines erheblichen Kabelschadens der Strom aus. Die AVU Netz GmbH als zuständiger Versorger arbeitete stundenlang an der Ecke Schmiedestraße/Mühlenweg an dem „recht großen Problem“, wie Pressesprecher Jörg Prostka sagte. Kurz nach 21 Uhr funktionierten die Leitungen wieder.

Manch ein Anwohner hatte ein Déjà-vu-Erlebnis: Schon am Montagabend gab es im Westen von Wetter einen Stromausfall, den die AVU nach einer Stunde beheben konnte. Die beschädigte Leitung unter der Erde wollte das Unternehmen tags darauf schräg gegenüber der neuapostolischen Kirche gründlich reparieren. Das ging sprichwörtlich daneben: „Durch einen Fehler bei den Reparaturarbeiten“, so AVU-Sprecher Prostka, „wurde ein daneben liegendes 10 000-Volt-Mittelspannungskabel beschädigt. Wie das genau geschehen konnte, ist unklar“, hieß es am Abend. Möglich sei, dass ein Bagger die Leitung durchtrennt habe.

Den entstandenen Schaden versuchten zu später Stunde zahlreiche Mitarbeiter vor Ort und in der Leitstelle in Gevelsberg zu beheben. Die Konstellation sei schon ungewöhnlich, ein Kollege Prostkas sagte gar: „So etwas haben wir noch nicht erlebt.“ Sage und schreibe 28 Trafo-Stationen für die Verteilung von Mittel- auf Haushaltsspannung waren von dem defekten Kabel betroffen.

Eine Reparatur der Leitung sei laut AVU-Sprecher zwingend erforderlich. Eine Umleitung über andere Stromkreisläufe sei nicht möglich gewesen.

Unter Hochdruck („Es sind mehr Leute im Einsatz als normalerweise zum Bereitschaftsdienst gehören“) hätten sich die Kollegen an die Schadensbehebung gemacht, um den betroffenen Anwohner schnellstmöglich wieder Strom zu verschaffen. „Dabei weiß man aber nicht, ob weitere Probleme im Erdreich auftauchen“, sagte Prostka am Abend.

Permanent hätten sich Bürger aus Wengern, Esborn sowie Albringhausen bei der AVU in Gevelsberg telefonisch gemeldet und nach den Ursachen für den Stromausfall gefragt. „Wir konnten ihnen nur mitteilen, dass es sich hier um einen extrem selten auftauchenden Fall handelt. Es ist schon sehr außergewöhnlich, dass zwei an einer Stelle direkt nebeneinander liegende Kabel binnen kurzer Zeit zweimal ausfallen“, meinte Jörg Prostka vor der Spätschicht der Kollegen.

Auch am Montagabend hatte ein Kabelfehler und der darauf folgende Kurzschluss zum Stromausfall in den westlichen Stadtteilen von Wetter geführt. Wie in einem normalen Haushalt flogen an beiden Tagen dann die Sicherungen heraus. „Bei uns hat der Schaden nur eine größere Dimension“, so AVU-Sprecher Prostka.
Betroffene können die (bisweilen überlastete) Strom-Störungsnummer des Versorgers anrufen: 02332/73770.

Humorvoller Online-Kommentar

Der Vorfall verbreitete sich auch über die sozialen Netzwerke. Ein Internetnutzer nahm es aber mit Humor und schrieb scherzhaft: „Nicht dass die Geburtenrate in Wengern und Esborn steigt...“