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Gemeinschaftsschule

Streit um neue Schule geht weiter

26.01.2011 | 17:34 Uhr
Streit um neue Schule  geht weiter

Wetter.Der Grundsatzbeschluss für die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule hat die erste Hürde genommen: Mit den Stimmen von SPD, Grünen und Bürgern für Wetter passierte das Vorhaben am Dienstagabend den Schulausschuss.

Voraus ging eine eineinhalbstündige kontroverse Diskussion, die sich vor allem durch eines auszeichnete: SPD, Grüne und Bürger für Wetter bemühten sich immer wieder bei den Kritikern, eine gemeinsame Linie zu finden. „Die Einrichtung einer Gemeinschaftsschule ist sicher eine weitreichende Entscheidung, aber diese Schule ist demografiefest, planungssicher und wohnortnah. Ich wünsche mir, dass wir heute einen Konsens finden. Auch für die Eltern ist es wichtig, dass wir alle dahinter stehen“, appellierte Kirsten Stich (SPD) an die Ausschussmitglieder.

Ähnlich warben Karen Haltaufderheide und Sigrid Haak von den Grünen bei den Vertretern von CDU, FDP und UWW für den neuen Schulweg. „Die Chance ist, dass wir uns auf den Weg machen in der Freiheit, auf Risiken zu achten und größtmögliche Transparenz zu wahren. Das dient Eltern, Schülern und der Stadt. Die Risiken müssen wir nicht wegschieben, sondern wir haben die Zeit, sie abzuarbeiten“, so Sigrid Haak.

Klare Worte fand auch Hauptschulrektor Thomas Rosenthal, beratendes Mitglied im Schulausschuss und Mitglied der Pädagogischen Planungsgruppe „Gemeinschaftsschule“: „Ich bin noch immer von der Hauptschule überzeugt, sehe aber die Gemeinschaftsschule und das Zwei-Säulen-Modell aus Gymnasium und Gemeinschaftsschule inzwischen positiv. Aber: Die zweite Schule neben dem Gymnasium muss eine gute Schule sein. Das sehen auch die Kollegen von der Realschule so. Deswegen plädiere ich, dass es hier um die Sache geht und nicht um Parteipolitik.“

Mit der Sache, sprich: der Gemeinschaftsschule, aber können sich CDU, FDP und UWW nicht anfreunden. Rosemarie Steinhauer (FDP) kritisierte, dass „alles, was wir in der Konzeptgruppe erarbeitet haben, bei der Werbeveranstaltung im Dezember weggewischt“ worden sei. Sie machte deutlich: „Für mich sind das keine Chancen und auch keine Chancen für die Kinder.“ Gerhard Strümper (CDU) erklärte: „Wir sind dem Grunde nach gegen diesen Schultyp“. Und Christiane Müller formulierte das Anliegen der Christdemokraten in Wetter so: „Wir sind für die Zusammenlegung von Haupt- und Realschule in Kooperation mit den Nachbarstädten. Das ist eine genauso gute Lösung.“

Dazu merkte Fachbereichsleiter Dietrich Thier an, dass Herdecke frühestens Ende Februar einen Zwischenstand in der Schulentwicklungsplanung vorlegen könne. Bezirksregierung und Ministerium hätten deswegen „angeraten, bei unseren Planungen fortzuschreiten und nicht zuzuwarten. Die können noch nichts sagen, und wir sollten uns das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lassen.“

Elisabeth Semme

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Kommentare
05.02.2011
21:17
Streit um neue Schule geht weiter
von Schloesser-Wengern | #2

Sie, meine Herren Vorredner disqualifizieren sich selbst. Ihre Artikulation beweist in schlimmster Manier, Ihren Bildungsstand. Die Gemeinschaftschulen sind unter anderem ein Mittel um regional schneller auf die Entwicklungen der Geburtenrate eingehen zu können.
Und bei der mangelnden Gehirnaktivität haben Sie, so hoffe ich es für die Zukunft Wetters, nicht von Ihren Kindern gesprochen.

29.01.2011
20:52
Streit um neue Schule geht weiter
von franzfranz | #1

Brauchen wir denn überhaupt noch eine neue Schule. Nicht nur die rückläufigen Kinderzahlen und der rückläufige GIS (Gehirninhaltsschwund) unserer heutigen Schülergeneration machen das Thema doch überflüssig.

Franz
der muzzte noch lernen

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