Straßenumbau hat Wetter nicht schöner gemacht

Da haben unsere Experten der Stadt Wetter mal wieder eine glänzende Planung hin bekommen. Mal eben schnell zum Bankomat ist nicht mehr möglich. Selbst kurz mal ein Eis holen, was vorher möglich war, gehört der Vergangenheit an. Wer denkt sich denn so einen Müll aus? Dirk Vorberg


Also wenn man mal was eben machen möchte, fahre ich bestimmt nicht nach Wetter. Sparkasse, Geld holen?! Mache ich woanders. Denn so viel Zeit, am Bahnhof zu parken und dann hoch zu laufen, hat man nun mal nicht ständig, und um ehrlich zu sein, lädt Wetter nicht wirklich zum Bummeln ein! Jessy Krug


Ich komm zwar nicht aus Wetter, arbeite aber dort auf der Kaiserstraße. Das Parken dort ist grauenhaft, und es gibt viel zu wenig Plätze und zu wenig Toleranz vom Ordnungsamt. Zwei Minuten drüber - und schon ‘nen roten Zettel an der Windschutzscheibe.

Florian Mischke


Die einzige Konstante in Wetter ist das Motzen über die eigene Stadt. Dieser besondere Charakterzug ist vielen Menschen hier eigen. Selten so viel Nestbeschmutzung gesehen wie hier. Andreas Bolte
Wenn ich mir diesen Schildbürgerstreich, den die Verkehrsplaner verbrochen haben, anschaue, kommt mir das Grauen. Wenn wir noch mittelalterliche Strafen hätten, würden die Planer mit der Rute unter Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt. Helmut Schier


Vorher kam man an der Ampel an der Sparkasse über die Straße. Ist leider nicht mehr gut möglich. Man steht dort mit dem Kinderwagen und wartet und wartet. Von wenig und langsamem Verkehr keine Rede. Da war es ja bald vor dem Umbau besser. Was hat sich zum Vorteil verändert? Monika Ha


Ja, natürlich! Überall woanders kann man mit dem Auto bis zur Kasse vorfahren. Eis-to-go ist der neue Trend. Ist auch viel verlangt, vom Parkplatz bis zur Sparkasse zu laufen. Die drei Minuten sind echt zu viel... Udo Picksak
Nun kann man ja beim besten Willen nicht davon sprechen, dass es sich bei der Kaiserstraße um eine Einkaufsstraße handelt, die die Bezeichnung Einkaufsstraße verdient, auch nicht nach dem Umbau. Die einheitliche graue Pflasterung lässt jede Art von Flair vermissen, was aber unbedingt Voraussetzung dafür ist, dass sich Besucher dort wohlfühlen können, aufhalten und wiederkommen. Man setzt dem allen noch die Krone auf, dass man innerhalb von zwei Monaten über 700 Falschparker erwischt hat. Darüber macht man sich Gedanken, anstatt froh zu sein, dass überhaupt Besucher kommen.

Um den Leuten noch mehr den Besuch zu vermiesen, werden Felsbrocken (Findlinge sind was anderes) auf die möglichen Stellplätze platziert. Dabei be-schleicht einen doch langsam das Gefühl, dass das Abkassieren wichtiger ist als der Besuch des Bürgers und seine Zufriedenheit, zum Beispiel um kurzzeitig seine Bankgeschäfte tätigen zu können.

Hinzu kommt, dass sich der Besucher ohnehin nicht länger in der Kaiserstraße als unbedingt nötig aufhält. Bei der Tristesse der Farbgestaltung ist man froh, diesen Ort so schnell wie möglich wieder zu verlassen (per Mail). Karl-H. Gras