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Stadtsaal-Sanierung in Wetter startet in den Sommerferien

12.03.2016 | 06:00 Uhr
Stadtsaal-Sanierung in Wetter startet in den Sommerferien
Der Stadtsaal in Wetter wird in den nächsten drei Jahren saniert. Los geht es in den Sommerferien 2016.Foto: Steffen Gerber

Wetter.   Bei der Jahreshauptversammlung der Lichtburg wurde bekannt gegeben, dass die Sanierung des Stadtsaals in Wetter in den Sommerferien 2016 beginnt.

Nach den Turbulenzen kommt die Sanierung: Bei der Jahreshauptversammlung zeigte sich, dass der Kulturverein Lichtburg anstrengende Tage hinter sich und anspruchsvolle Wochen vor sich hat. Insgesamt sei die Entwicklung erfreulich, was sowohl die Finanzen als auch die Zahlen etwa für das Kino belegen. Doch es gibt genug zu tun, wie Vorsitzender Ekkehard Meinecke und Geschäftsführer Christian Müller-Espey in dem Rück- und Ausblick betonten.

Stadtsaal

Nach den „schwierigen Diskussionen“ (Meinecke) um die städtische Trägerschaft und die Zukunft der Spielstätte im letzten Jahr beginnt 2016 die Sanierung des Stadtsaals. Vom 11. Juli bis Ende September laufen erste Reparaturarbeiten, in dieser Zeit finden dort keine Veranstaltungen statt. Aus dem Rathaus heißt es, dass in diesem Sommer die Außendämmung, Schallakustik und die Erneuerung des Rauchabzugs anstehen. In den beiden folgenden Jahren geht die Sanierung weiter. „Wir bemühen uns, auch diese Arbeiten in die großen Ferien zu legen“, sagt Marietta Elsche aus dem Bürgermeisterbüro.

Also muss die Lichtburg Veranstaltungen verlegen und die vorübergehende Schließung an Vereine oder Saalmieter kommunizieren. Meinecke warnte indes vor zu hohen Erwartungen: „Das wird hier kein Palazzo prozzo. Es geht darum, den Raum bespielfähig zu machen und energetisch herzurichten. Wobei Betriebskostenfragen noch nicht endgültig geklärt sind.“ Der Vereinsvorsitzende begrüßt den Entwicklungsprozess, auch weil die Lichtburg bei diesem Posten wieder ein Minus in fünfstelliger Höhe verbuchen musste (u.a. wegen geringerer Zuschüsse der Stadt) und 2015 die Belegung des Stadtsaals rückläufig gewesen sei. Angesichts der Debatte und des fehlenden Ambientes kann Meinecke nachvollziehen, warum es etwa vor allem weniger lukrative Vermietungen gegeben hat. „Nach der Sanierung gehen wir dann aber wieder von einer höheren Auslastung und vermehrten Nachfragen von Vereinen aus.“

Musikschule

Da die Einrichtung auch wirtschaftlich von großer Bedeutung sei, will sich die Lichtburg 2016 verstärkt um die mehr als 500 Musikschüler kümmern. Anlässe gebe es genug: ein Generationswechsel bei den Lehrern (die waren früher bei der Stadt angestellt, nun bei der Lichtburg), zwei zu sanierende Räume, mehr und neue Instrumente für das INKA-Projekt in Höhe von ca. 10 000 Euro. „In diesem Jahr kommt die Bergschule dazu, damit sind alle Grundschulen bei dem Instrumenten-Karussell dabei“, so Müller-Espey. An einem Abend in der Woche wollen zudem Lehrer ein gemeinsames Musizieren mit Flüchtlingen und interessierten Wetteranern anbieten.

Seefest und Veranstaltungen

Wie schon im Vorjahr wird die Lichtburg auch in diesem Jahr nur einen Stand aufbauen und das Seefest-Bühnenprogramm nicht organisieren. „Wir werden uns auch nicht an der Ausschreibung beteiligen, das übersteigt unsere Möglichkeiten“, so Meinecke. Erfolgsprojekte seien die Koffertheater-Produktionen und Musical-Aufführungen, auch die kleine Kunstreihe habe sich etabliert und geht weiter. Die Kooperation mit der Evangelischen Stiftung geht weiter, die Partner planen ein mobiles Hörspielstudio für Wohngemeinschaften sowie Tanz- und Filmprojekte.

Dazu sollen die „Lokalen Helden“ wieder auferstehen: Mit anderen Einrichtungen in Wetter wird der 1. Brückenlauf am Harkortsee und in der Friedrichstraße in der Klimaschutzwoche (10.-17. September) geplant. Los geht es auch mit der Vorbereitung des 25-jährigen Lichtburg-Jubiläums in 2017.

Kino

Großer Erfolg: Mehr als 5000 Besucher kamen im letzten Jahr zu Filmvorführungen. Müller-Espey: „Das wollen wir 2016 bestätigen.“

Finanzen

Angesichts veränderter Rahmenbedingungen, fehlender Einnahmen etwa aus dem Seefest und höherer Betriebskosten (z.B. durch den Mindestlohn) zeichnete sich 2015 ein Minus in der Lichtburg-Kasse ab. Doch beispielsweise durch Fördermittel für inklusive Projekte wie „Ich bin wie du“ musste keinem der 41 Beschäftigten gekündigt werden. „Wir haben wirtschaftlich Glück gehabt“, so der Vereinsvorsitzende.

Müller-Espey betonte, dass viele andere soziokulturelle Einrichtungen in Deutschland Finanzprobleme haben, einige würden teils aber deutlich stärker mit öffentlichen Mitteln gefördert. Der Geschäftsführer hofft, dass dank einer erfolgreichen Petition eines Tages auch eine öffentliche Förderung der Clownsvisite realisiert werde (bisher komplett spendenabhängig).

Steffen Gerber

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Stadtsaal-Sanierung in Wetter startet in den Sommerferien
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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wetter-und-herdecke/stadtsaal-sanierung-in-wetter-startet-in-den-sommerferien-id11644157.html
2016-03-12 06:00
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