Stadt Herdecke muss immer mehr Flüchtlinge unterbringen

In der städtischen Unterbringung im Weg zum Poethen kommen männliche Flüchtlinge unter, das Gebäude soll nach den Sommerferien etwa sechs bis acht Wochen lang saniert werden.
In der städtischen Unterbringung im Weg zum Poethen kommen männliche Flüchtlinge unter, das Gebäude soll nach den Sommerferien etwa sechs bis acht Wochen lang saniert werden.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Seit März musste die Stadt Herdecke 24 Flüchtlinge aus elf Nationen unterbringen. Die kurzfristigen Zuweisungen bereiten Probleme.

Herdecke..  Stark gefordert ist die Stadt Herdecke immer noch bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Seit dem 1. März, so berichtete es nun Kerstin Jakob aus dem Sozialamt im entsprechenden Ausschuss. Seit dem 1. März registrierte die Verwaltung 24 Neuankömmlinge aus elf Nationen, darunter Syrien, Mazedonien, Nigeria, Albanien, Libanon, Nepal, Pakistan, Bangladesch und China.

„Wir erhalten die Zuweisungen schubweise, was nicht immer ganz so einfach ist. Mal passiert zwei oder drei Wochen nichts, dann gibt es wieder mehrere Neuankömmlinge mit drei, vier Tagen Vorlauf“, so Jakob. „Wie man an der Liste der Herkunftsländer sehen kann, ist das sprachlich auch immer wieder mal schwierig.“

Auslastungsquote 93 Prozent

Ende Mai lag die Auslastungsquote in den Herdecker Flüchtlingsunterkünften bei 93 Prozent. Acht weitere Personen müsse die Stadt in der nächsten Zeit noch aufnehmen, teilte das Sozialamt mit. Das ist weiter auf der Suche nach privaten Wohnungen. „Wir kooperieren mit der HGWG, aber nicht alle Räumlichkeiten passen“, erklärt Jakob, die die entsprechenden Angebote prüft und sich dann auch vermittelnd darum bemüht, dass der Vermieter direkt einen Vertrag mit dem Mieter abschließt. „Hoffentlich können wir zum 1. Juli wieder ein paar Unterschriften verbuchen.“ Die Hilfsbereitschaft aus der Bevölkerung sei gut, gleiches gelte für die Quote bei der Privatvermittlung von Wohnungen.

Zumal etwa in zwei der vier städtischen Flüchtlingsunterkünfte viele Asylsuchende untergebracht seien. Im früheren Jugendzentrum Mittendrin in Ende etwa seien beide Trakte sowie die Hausmeisterwohnung belegt, die Kapazität dort am Berge reicht noch für eine Aufnahme von zirka. zwölf Personen.

32 Männer in 16 Zimmern

In der Unterbringung im Weg zum Poethen leben derzeit 23 Flüchtlinge, maximal könnten hier 32 Männer in den 16 Zimmern untergebracht werden. Hier plant das städtische Gebäudemanagement nach einer erfolgten Ortsbegehung derzeit Sanierungsarbeiten, die nach den Sommerferien beginnen sollen. Abschnittsweise soll jeder der beiden Trakte mit jeweils einer Gemeinschaftsküche und einem Sanitärbereich umgestaltet werden, damit die Bewohner dann im anderen Gebäudeteil die Einrichtung nutzen können. Pro Trakt rechne man mit drei bis vier Wochen Umbauzeit und entsprechender Absperrung.