Stadt Herdecke dreht auch 2015 wieder viele Steine um

Herdecke..  Auf ihrer Internetseite hat die Stadt Herdecke derzeit nur zwei Baustellen markiert. Doch im Gespräch mit Andreas Schliepkorte (Technischer Leiter der Technischen Betriebe), Daniel Matißik (Leiter Bau- und Planungsamt) und Ralf Grunwald (zuständig für Umwelt und Freianlagen) geraten rasch weitere Orte ins Blickfeld, die in diesem Jahr neu gestaltet werden.

Der Umbau der unteren Hauptstraße sticht dabei schon ein wenig heraus. Hier nahm die beauftragte Firma die Arbeiten in der vergangenen Woche wieder auf, wobei laut Schliepkorte durch das Verlegen neuer Leitungen auch Synergieeffekte entstehen, da neben Versorgungssystemen auch Stromverbindungen für Enervie erneuert werden können. Zeitaufwändiger sei die Installation der Beleuchtung. „Aus Sicht der Stadt läuft dort alles zufriedenstellend, die Werbegemeinschaft bestätigt uns eine gute Zusammenarbeit zwischen Baufirma und Gewerbetreibenden.“ Ob und wie die Fertigstellung in diesem Jahr gefeiert werde, stehe noch nicht fest.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem zweiten und letzten Bauabschnitt in den Grünanlagen der Ruhraue. Nach Möglichkeit soll es zwischen dem Quartier Ruhraue und dem Viadukt keine Vollsperrung geben (Umweg wäre durch die Gartenstraße), je nach Konzept der noch zu bestimmenden Baufirma könnte es einen provisorischen Weg für Fußgänger und Radfahrer durch die Anlage geben. In dem Streit mit dem Unternehmen, das 2014 das erste Teilstück am Ufer hergerichtet und der Stadt wegen zusätzlicher Leistungen hohe Nachforderungen in Rechnung gestellt hatte, gibt es noch keine Annäherung, so Grunwald.

Kulisse möglichst kaum verändern

Der verweist darauf, dass die Bäume entlang des Rufers stehen bleiben sollen, sofern dies mit Blick auf die Verkehrssicherungspflicht vertretbar sei. Insgesamt soll es auf der drei Hektar großen Fläche ab Herbst breitere Strecken mit hoher Aufenthaltsqualität auf den dazugehörigen Plätzen geben, wobei die Wegführung dank des guten Unterbaus gleich bleibe. In direkter Nachbarschaft entstehen auf dem Westfalia-Gelände neue Wohneinheiten. „Wir bereiten gerade eine Sitzungs-Vorlage für neue Straßennamen dort vor“, berichtet Matißik, der dazu Vorschläge des Heimat- und Verkehrsvereins bekommen hat. Als wahrscheinlich gilt, dass die mittlere Straße (der ehemalige Werksweg) als Verlängerung der Mühlenstraße auch so heißen wird.

Während am Bahnhof die Arbeiten für die neuen HGWG-Wohnungen gerade erst begannen, müssen Autofahrer auf der B54 am Herdecker Bach ab März oder April wieder verstärkt mit Staus rechnen.

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