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Stadt hat nicht genug Geld fürs Stadion

10.02.2010 | 17:05 Uhr

Not macht erfinderisch. Das offenbarte sich kürzlich in der Sitzung des Sport- und Freizeitausschusses, als die CDU ihren Finanzierungsvorschlag zur Sanierung des Waldstadions präsentierte.

 Zugrunde liegt dem Modell folgende Idee: Die Vereine TGH und FC Wetter treten als „Bauherren” auf, nehmen einen Kredit bei einer Bank oder Sparkasse auf, der von der NRW Bank abgesichert wird.

Die jährlich anfallenden Zinsen - etwa 40 000 Euro - würden die Vereine zahlen können, wenn ihnen die Stadt dieses Geld aus der jährlichen Sportpauschale (etwa 77 000 Euro, die vom Land kommen) zur Verfügung stellt. Vertraglich binden würden sich alle Beteiligten damit auf 20 Jahre.

Anfang März will der Sportausschuss nun zu einer Sondersitzung zusammen kommen. Bis dahin wollen Stadtverwaltung und Vereine das gewagte Finanzierungsmodell („Die Sportpauschale ist kein Naturgesetz”, so Jürgen Übelgünn von Grünen) auf seine Tragfähigkeit überprüfen. Bürgermeister Frank Hasenberg gab zu bedenken: „Es gibt zwar einen Ratsbeschluss, das Waldstadion zu bauen. Aber so wie geplant, geht es jetzt nicht mehr.” Derzeit dürfe die Stadt nur noch zwei Drittel der Tilgung als Neukredit für neue Maßnahmen aufnehmen - das sind etwa 700 000 Euro. „Da stellt sich die Frage: Stadion oder Innenstadt sanieren. Die Suche nach einem alternativen Weg ist der einzig mögliche, um den alten Plan zu verwirklichen”, so Hasenberg.

Stadt sucht Gespräch

mit allen Vereinen

Nun stehen Gespräche mit TGH und FC Wetter an (Hasenberg: „Wir wollen keinen Verein in solch eine Sache drängen”). Aber auch alle anderen Vereine der Harkortstadt werden dazu befragt; denn sie müssten dann die andere Hälfte der Sportpauschale (34 000 Euro) unter sich aufteilen.

Elisabeth Semme

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