SPD und Grüne fordern mehr Flüchtlings-Hilfe

Wetter/Ennepe-Ruhr..  Die steigenden Flüchtlingszahlen stellen auch den Ennepe-Ruhr-Kreis vor enorme Herausforderungen. „Wir müssen den Spagat zwischen Betreuung und Bildung dieser Menschen auf der einen Seite und der schwierigen Haushaltslage der Städte auf der anderen Seite schaffen“, sagt Olaf Schade, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion und rot-grüner Landratskandidat im September. „Deshalb freuen wir uns über die Initiativen des Landes. Die Verabschiedung des Nachtragshaushaltes, in dem 180 Millionen Euro für die Flüchtlingsarbeit zur Verfügung gestellt werden, ist ein Schritt in die richtige Richtung.“ Der Bund sei aber weiter in der Pflicht, sich an der Bewältigung des Zustroms zu beteiligen. „Er muss sich endlich strukturell an der Finanzierung der Kosten beteiligen.“

Die Grünen wehren sich gegen Kritik an der Aufnahme von Asylbewerbern. „Die meisten dieser Menschen sind vor Krieg, Verfolgung und Hunger geflohen. Sie brauchen unsere Hilfe. Wir sind froh über die vielfältige ehrenamtliche Unterstützung, die breite Teile der Bevölkerung bieten“, erklärt Karen Haltaufderheide, stellvertrende Vorsitzende der grünen Kreistagsfraktion aus Wetter. „Wir wehren uns deutlich gegen Bestrebungen, Einzelfallprüfungen abzuschaffen, wie es zuletzt von Oberbürgermeistern und Landräten gefordert wurde.“ Es müsse selbstverständlich bleiben, die Abschiebung etwa von Alleinerziehenden, Pflegebedürftigen oder Kranken zu überprüfen.

Einwanderungsgesetz gefordert

„Wir brauchen in Deutschland endlich ein Einwanderungsgesetz. Unser heutiges Ausländerrecht widerspricht der gelebten Willkommenskultur“, so Haltaufderheide.