SPD Ostende wünscht Jan Schaberick als Kandidat

Beim Wechsel an der Spitze der SPD-Fraktion:  Jan-Christoph Schaberick folgte auf Karin Striepen (links) in der Stellvertreterrolle für die Fraktionsvorsitzende Nadja Büteführ (2.v.links). Kim Quermann ist Protokollantin.
Beim Wechsel an der Spitze der SPD-Fraktion: Jan-Christoph Schaberick folgte auf Karin Striepen (links) in der Stellvertreterrolle für die Fraktionsvorsitzende Nadja Büteführ (2.v.links). Kim Quermann ist Protokollantin.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Acht Monate vor der Bürgermeisterwahl in Herdecke macht der erste von vier Ortsvereinen einen Vorschlag. Im Februar soll entschieden werden.

Herdecke..  Jan-Christoph Schaberick soll Bürgermeisterkandidat der SPD werden. Das wünscht jedenfalls der SPD-Ortsverein Ostende. Die Mitgliederversammlung hat jetzt eine entsprechende Empfehlung für den Stadtverband gegeben.

Der mögliche Kandidat hat zwar schon von seiner Nominierung gehört. Eine Nachfrage, ob der 29-Jährige denn überhaupt für eine Kandidatur zur Verfügung steht, habe es bislang aus dem Ortsverein aber noch nicht gegeben, so Jan-Christoph Schaberick auf Nachfrage. Er sieht die SPD zur Zeit „in einem innerparteilichen Findungs- und Entscheidungsprozess.“ Das gelte auch für ihn selbst.

Über den Sport zur Politik

Zunächst einmal will er warten, bis der Ortsverein Ostende offiziell bei ihm anfragt, ob er Bürgermeisterkandidat der SPD bei der Wahl im September werden will. Dann möchte Schaberick gerne erst wissen, ob möglicherweise in den anderen drei Ortsvereinen andere Namen gehandelt werden. Schließlich muss er sein privates Umfeld befragen. Vorher gebe es keine abschließende Antwort zu seiner Kandidatur, bittet er um Verständnis.

In die Politik gekommen ist der Herdecker durch seinen Einsatz für den Sport. Irgendwann wollte er gerne die Entscheidungen vor Ort mit treffen. Bei der SPD hat er sich besonders wohl gefühlt. Seit der Kommunalwahl hat der Diplomjurist einen Sitz im Rat und ein Mandat im Kreistag, in der Ratsfraktion rückte er gleich nach vorne in die Spitze als Vize-Vorsitzender.

Während der Ortsverein Ostende nun Farbe bekannt hat, will der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Schwellenberg „im Moment noch nicht über irgendwelche Namen reden.“ Das entspricht dem Prozedere, das der Stadtverband vorgegeben hat. Ende letzten Jahres wurden die vier Ortsvereine im Stadtgebiet aufgefordert, zur Bürgermeisterwahl Stellung zu beziehen. Ende des laufenden Monats will der Vorstand der SPD dann „eine Empfehlung aussprechen“, so Schwellenberg, und diese Empfehlung dann auch öffentlich machen. Im Februar, so der Zeitplan für die Kandidatenfindung, werden dann die Vertreter der Ortsvereine zusammenkommen. Ulrich Schwellenberg erwartet, „dass dann ein Kandidat benannt wird“.

Eigener Bewerber steht nicht in Frage

Bei der letzten Bürgermeisterwahl vor fünf Jahren holte Katja Strauss-Köster mehr als 70 Prozent der Stimmen. Sie war und ist parteilos. Hinter ihr standen 2009 CDU, Grüne und FDP. Nun gibt es deren Parteienbündnis nicht mehr. CDU und FDP haben aber schon erklärt, dass sie erneut für Katja Strauss-Köster Wahlkampf machen wollen. Die Grünen könnten wieder dazu kommen. Die SPD war aber durchgängig die stärkste politische Kraft in der Stadt. Dass sie im September einen eigenen Bewerber ins Rennen schickt, „stand nie in Frage“, so Ulrich Schwellenberg auf Nachfrage.