SPD in Herdecke reicht eine Parkscheiben-Regelung

Kommt wieder ein Parkautomat in die Herdecker City oder sollen Parkscheiben reichen? In Herdecke wird darüber diskutiert.
Kommt wieder ein Parkautomat in die Herdecker City oder sollen Parkscheiben reichen? In Herdecke wird darüber diskutiert.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
In der Verkehrskommission findet eine Parkautomatenlösung für citynahe Plätze an der Wetterstraße keine Mehrheit. Nun ist der Verkehrsausschuss gefragt.

Herdecke..  Eigentlich wollte die Verwaltung nur wissen, ob sie für den Bereich der Wetterstraße einen, zwei oder drei Parkscheinautomaten bestellen sollte. Am Ende der Diskussion in der Verkehrskommission war es dann allerdings völlig offen, ob überhaupt noch einmal ein Automat in diesem Bereich der Innenstadt aufgestellt werden soll.

„Wir sind für eine Parkraumbewirtschaftung, ja“, erklärte Gerd Tebben (SPD), „aber mit einer Parkscheibenregelung“. Und weil mit dem Vorsitzenden Jan Schaberick ein zweiter Sozialdemokrat in der Kommission saß und auch Dieter Kempka von den Linken seine Zweifel an einer Wiederaufstellung von Parkscheinautomaten hatte, blieb es bei einem Patt: Die übrigen Verkehrspolitiker hätten dem Verkehrsausschuss gerne die Empfehlung gegeben, an Parkscheinautomaten festzuhalten. Die Anzahl, darüber herrschte Einigkeit, lasse sich auch noch später festlegen.

Zur Zeit noch wird die untere Hauptstraße umgebaut, und der Platz an der Kampstraße steht vor großen Veränderungen. An der unteren Hauptstraße soll es bei einer Parkscheinregelung bleiben, so der Vorschlag der Verwaltung. Für die zwei Dutzend Parkplätze, die am Innenstadt-Ende der Wetterstraße und an der Stiftsstraße entstehen sollen, war eine Lösung mit Parkscheinautomaten überlegt worden. Ein solcher Automat hat bis zum Beginn der Bauarbeiten am Kampstraßenplatz seinen Dienst getan. Bei 7100 Euro lagen die Einnahmen dieses Automaten im Jahr 2013. Nach drei Jahren würde sich die Aufstellung eines einzelnen Parkscheinautomaten rechnen, bei mehreren dauere es entsprechend länger, rechnete die Verwaltung vor.

Andere Standorte unumstritten

Gratis-Kurzzeitparken in der Nähe der Fußgängerzone soll die Geschäftswelt beleben, erklärte Gerd Tebben. Peter Gerigk (Grüne) befand dagegen: „Wer das Privileg hat, direkt in der City zu parken, sollte einen kleinen Obolus zahlen.“

Nun muss der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am 9. Juni klären, ob es überhaupt wieder eine Parkscheinregelung geben soll, wie viele Ausgabeautomaten dann möglicherweise nötig sind und ob es auch wieder eine „Brötchentaste“ für kurze Gratis-Aufenthalte geben soll.

So lange kann auch die Verwaltung mit einer Entscheidung warten. Ein Auftrag der Politik ist auch in wenigen Wochen noch früh genug. Und eine Bestellung muss es sowieso geben. Denn Parkscheinautomaten stehen auch an drei Standorten in Rathausnähe. Ihre Notwendigkeit wurde in der Verkehrskommission nicht in Zweifel gezogen. Fest steht aber: Alle drei sind neu zu beschaffen, so Ordnungsamtschefin Ilka Bigota.