Spaziergänger sollten im Wald nach Sturm vorsichtig sein

Auch nach dem Sturm sollten Spaziergänger im Wald vorsichtig sein und auf den Wegen bleiben.
Auch nach dem Sturm sollten Spaziergänger im Wald vorsichtig sein und auf den Wegen bleiben.
Foto: Volker Hartmann
Was wir bereits wissen
Das Waldbetretungsverbot ist nach dem Sturmtief Felix zwar aufgehoben, doch das Regionalforstamt Ruhrgebiet warnt noch vor Nachwirkungen.

Herdecke..  Sturmtief Felix hat die Ruhrstädte glimpflich davon kommen lassen. Doch vor allem im Wald ist noch immer Vorsicht geboten. Mit Beginn des Wintersturmes hatte das Regionalforstamt Ruhrgebiet eine komplette Sperrung des Waldes verhängt. Diese ist nun mit dem 13. Januar, 0 Uhr, wieder aufgehoben. Stattdessen wird – von wenigen Ausnahmen abgesehen – ein zeitlich befristetes Wegegebot erlassen.

Reinhart Hassel, Leiter des auch für Wetter und Herdecke zuständigen Regionalforstamtes Ruhrgebiet: „Nach unseren Abfragen vor allem bei den betroffenen kommunalen Waldbesitzern und dem Regionalverband Ruhrgebiet können wir das Betretungsverbot für fast alle Waldflächen aufheben und durch ein Wegegebot ersetzen.“

Fast alle Waldwege seien von den Sturmschäden befreit. „Wir haben uns nach Rücksprache mit den betroffenen Waldbesitzern entschlossen, in allen anderen Bereichen ein Wegegebot zum Schutz der Erholungssuchenden auszusprechen“, so Hassel weiter. Dieses Wegegebot ist zunächst befristet bis zum 31. März 2015. Doch Hassel ist zuversichtlich, dass danach die Wälder wieder komplett freigegeben werden können.

In diesem Zusammenhang weist das Regionalforstamt Ruhrgebiet ausdrücklich auf die in allen Wäldern möglichen waldtypischen Gefahren hin, die zum Beispiel aus geworfenen bzw. gebrochenen Bäumen, teilentwurzelten, „hängenden“ und angelehnten Bäumen, Pendelästen und abgerissenen Kronenteilen im Kronendach der Wälder, heruntergebrochenen, aber instabil liegenden Kronenteilen oder Starkästen sowie am Boden liegenden Holzsplittern bestehen können. Der Wald werde grundsätzlich – Sturm hin oder her – immer auf eigene Gefahr betreten.

Das Regionalforstamt appelliert daher an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, sich auf den Wegen im Wald verantwortungsvoll gegenüber den Gefahren, die dort immer vorhanden seien, zu verhalten. Schon ein kleiner herabfallender Ast sei in der Lage, ganz erhebliche Verletzungen zu verursachen.

Trampelpfade tabu

Als Wege gelten nur die so genannten Forstwirtschaftswege: Das sind die meist drei Meter breiten Trassen im Wald und nicht die Trampelpfade, die sich Spaziergänger oder Mountainbiker selbst durch den Forst gesucht haben.