Solarzellen erleuchten dunkle Wartehäuschen

Freuen sich über die erste solarbetriebene Beleuchtung im Wartehäuschen am Frauenheim: Dieter Röllke, Klaus Wüster, Claudia Kockskämper (Vorsitzende des Frauenheim-Bewohnerinnenbeirats),Rolf Weber, Edelgard Spiegelberg, Frank Schauerte, Renate Krisor und Alexander Müller (beide SPD, von links).
Freuen sich über die erste solarbetriebene Beleuchtung im Wartehäuschen am Frauenheim: Dieter Röllke, Klaus Wüster, Claudia Kockskämper (Vorsitzende des Frauenheim-Bewohnerinnenbeirats),Rolf Weber, Edelgard Spiegelberg, Frank Schauerte, Renate Krisor und Alexander Müller (beide SPD, von links).
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Fahrgäste standen mehr draußen als drinnen, denn im Bushäuschen am Frauenheim fehlte Licht. Lokale Agenda und SPD haben das jetzt geändert.

Wetter..  Immer wieder hatte Klaus Wüster in den vergangenen Wochen und Monaten beobachtet, dass Fahrgäste nicht im Wartehäuschen unterhalb des Frauenheims auf den Bus warten, sondern draußen vor. „Einerseits verständlich“, so der Klimabotschafter der Stadt Wetter; denn wer mag schon gerne im Dunkeln stehen. „Andererseits aber auch gefährlich im Winter“, fährt er fort. Gemeinsam mit Dieter Röllke von der Lokalen Agenda suchte er eine Lösung – und fand sie in Form von solarbetriebenen Lampen, die nun die beiden Bushäuschen am Frauenheim und gegenüber vom Hof Sackern bei Bedarf ausleuchten.

„Einige Wochen haben wir getestet und drei Generationen von solarbetriebenen Beleuchtungen überprüft; denn das Licht soll ja auch bei schlechtem Wetter angehen“, erklärt Dieter Röllke. Nachdem die passende Kombination von Solarzelle und Lampe gefunden war, kamen mit den SPD-Ortsvereinen Esborn und Wengern auch die Geldgeber hinzu. Gestern nun präsentierten Lokale Agenda und SPD die neue Beleuchtung, für die das Frauenheim die Patenschaft übernommen hat. Frank Schauerte vom Fachdienst Umwelt der Stadt Wetter begrüßte diese „Attraktivitätssteigerung des ÖPNV“, an der Lokale Agenda und Stadt ja seit Jahren arbeiteten. „Es ist toll, dass sich immer wieder ehrenamtliche Bürger finden, die so etwas in ihrer Freizeit in Angriff nehmen, und dass sich dann auch Sponsoren finden, die das unterstützen“, so Schauerte.

Nutzerinnen kümmern sich

Edelgard Spiegelberg, Leiterin des Frauenheims, bedankte sich bei Ideen- und Geldgebern gleichermaßen: „Danke, dass Sie für uns alle hier sorgen. Wir sind froh, dass wir überhaupt ein Wartehäuschen haben, dass auch schon unter unserer Patenschaft steht. Gemeinsam mit Sabine Mayweg sorgen wir dafür, dass es immer sauber und adrett aussieht. Der Bewohnerinnenbeirat wird sich nun auch darum kümmern, dass angerufen wird, wenn etwas nicht stimmt. Die Nutzerinnen kümmern sich, dass ihre Haltestelle weiter leuchtet.“

Dieter Röllke erklärte, dass es im übrigen nicht nötig sei, einen Schalter zu betätigen: Ein Bewegungsmelder sorgt dafür, dass das Licht an- und nach 30 Sekunden wieder ausgeht. „Das spart Strom, und die Fahrgäste müssen sich ja immer nur mal kurz bewegen, damit das Licht wieder angeht.“

Licht auch ohne Sonnenschein

An der Voßhöfener Straße und am Kreuzweg leuchten nun übrigens die beiden ersten solarbetriebenen Haltestellenlampen in Wetter überhaupt. „Eine Maßnahme aus dem Klimaschutzkonzept“, wie Rolf Weber als Vorsitzender der Lokalen Agenda betont. Dass es etwas länger dauerte, bis die richtige Klein-Anlage gefunden war, erklärt er so: „Eine Anlage sprang jedesmal an, wenn ein Auto vorbei fuhr. Das soll ja nicht sein. Und außerdem ist es wichtig, dass diese kleine Solaranlage auch dann funktioniert, wenn keine Sonne scheint.“