Schweinegrippe kein Anlass zur Panik
11.08.2009 | 18:15 Uhr 2009-08-11T18:15:00+0200In Sachen Schweinegrippe ist die Kreisverwaltung gut aufgestellt. „Wir nehmen das Thema sehr, sehr ernst, haben besonnen reagiert und bewiesen, dass wir die Entwicklung im Griff haben. Für Panik besteht keine Veranlassung”, sagte Landrat Dr. Arnim Brux am Dienstag vor der Presse.
Insgesamt sei die Lage trotz steigender Krankheitszahlen nicht besorgniserregend, da bisher alle Fälle ohne größere Komplikationen ausgeheilt sind. Dr. Brux: „Die große Mehrzahl der Patienten kann ambulant behandelt werden und erholt sich rasch. Auch ist die allgemeine Zahl von Atemwegsinfektionen nicht angestiegen. Alles dies zeigt, dass gegenwärtig die Pandemiesituation angespannt, aber nicht kritisch ist.”
Das Kreisgesundheitsamt nannte aktuelle Zahlen. Insgesamt sind im EN-Kreis 133 Fälle der neuen Grippe gemeldet worden. Aufgeschlüsselt auf die einzelnen Städte: Schwelm (9), Witten (30), Wetter (14), Sprockhövel (7), Breckerfeld (13), Gevelsberg (16), Ennepetal (19), Herdecke (7) und Hattingen (18).
Extra-Schulung für
Schulleiter zur Hygiene
Landrat Brux und Dr. Hans-Joachim Boschek, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, begrüßten einhellig die aktuelle Entscheidung des zuständigen Landesministeriums, auf eine Verlängerung der Schulferien zu verzichten. „Eine solche Entscheidung wäre angesichts der gegenwärtigen Entwicklung nicht zu begründen und würde zu erheblichen Belastungen für Eltern und Schulen führen.” Für Freitag hat die Kreisverwaltung alle Schulleitungen und Schulträgern in den neun Städten zu einer (freiwilligen) Fortbildungsveranstaltung zum Thema Infektionsschutz in das Kreishaus in Schwelm eingeladen. Darüber hinaus hat der Kreis Schulträger und Schulleitungen aufgerufen, dafür Sorge zu tragen, dass Hygieneregeln an den Schulen eingehalten werden.
Der Ennepe-Ruhr-Kreis wird an seinen Schulen die Waschgelegenheiten entsprechend mit Flüssigseifen und Einmalhandtüchern ausrüsten. Seinem Team bescheinigte Hans-Joachim Boschek, in den letzten Wochen „einen super Job geleistet” zu haben. Rund 2000 Kontakte habe es gegeben.
Wer Fragen zur Schweinegrippe hat, kann während der Dienstzeiten folgende Nummern wählen: 02336/93-2449, -2489 und -2563.
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