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Schüler testen das Wasser der Ruhr

08.10.2012 | 15:22 Uhr
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Herdecke. Zwar ist die Friedrich-Harkort-Schule zur Zeit wegen der Herbstferien verwaist; dennoch lohnt es sich, einen Blick auf eine erst kürzlich durchgeführte Aktion der Schüler zu werfen. Dank eines neu angeschafften Wasserlabors konnte der Leistungskurs Biologie der Friedrich-Harkort-Schule die Qualität des Ruhrwassers unter die Lupe nehmen und selbst prüfen: Ist alles klar? Die Ruhr beeinflusst nicht nur das Schulleben der Friedrich-Harkort-Schüler, sondern prägt häufig auch deren Freizeit. Ein genauer Blick auf diesen nassen Nachbarn soll Verantwortung für den eigenen Lebensraum vermitteln.

Proben von verschiedenen Stellen

Bewaffnet mit modernen Mess-Sonden, Reagenzgläsern und allerlei Gerätschaften rückte der Biologie-Leistungskurs der FHS unter der Leitung von Andreas Joksch aus, um das Ruhrwasser mit aktuellen Analyseverfahren zu untersuchen. „Wir haben aus der Tiefe, am Ufer, an einem Bachzufluss und unter Kies Proben genommen“, berichtete anschließend einer der Teilnehmer. Und ein Leistungskurs-Schüler schwärmte: „Selbst Proben nehmen, selbst analysieren und selbst auswerten - das ist ein tolles Erfolgserlebnis und eine riesige Motivation.“

Die Anschaffung des Wasserlabors wurde von verschiedenen Sponsoren ermöglicht. Die Friedrich-Harkort-Schule möchte das Projekt jedoch auch gern selbst fördern und das Labor für andere interessierte Schulen der Region öffnen, um Untersuchungstage an der Ruhr durchzuführen zu können.

Wasserqualität ist „äußerst gut“

Der Schülerbericht „Ökologische Bewertung von Fließgewässern am Beispiel der Ruhr“ kommt nach Auswertung vieler Messergebnisse zu dem Urteil, dass die Wasserqualität äußerst gut und die Ruhr relativ wenig mit unerwünschten Stoffkonzentrationen belastet ist. Abgesehen vom Nitrat- und Phosphatgehalt, der von der gegenüberliegenden Kläranlage stammt.

„Das haben wir schon in der achten Klasse gelernt, als wir mit dem Umweltkurs das Klärwerk besichtigt haben“, erzählte ein Schüler nach Abschluss aller Wasseruntersuchungen. Interessierte können den gesamten Bericht auf der Internetseite der Friedrich-Harkort-Schule unter www.fhs-herdecke.de unter der Rubrik „Unterricht“ einsehen.

Schülerinnen und Schüler der Profilklasse Naturwissenschaften, sogenannte „NW-ler“, erhalten übrigens von der fünften Klasse an bis zur Oberstufe mehr Unterrichtsstunden in den Fächern Chemie, Biologie und Physik.

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2012-10-08 15:22
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