Schüler erleben weltweite Technik

Wetter/E.-Ruhr..  Um sechs Uhr in der Früh machten sich am Mittwoch Jugendliche aus Wetter, Hagen, dem Ennepe-Ruhr- und dem Märkischen Kreis auf den Weg Richtung Hannover. Ihr Ziel: die größte Industriemesse der Welt.

Seit nunmehr acht Jahren fährt die Südwestfälische Industrie- und Handelskammer zu Hagen (SIHK) im Rahmen des Projektes „Tec2You“ zur Hannover Messe. SIHK-Bildungsgeschäftsführer Thomas Haensel und Jan Tornow, der die Fahrt jedes Jahr organisiert, nahmen die jungen Leute bei der Ankunft in Empfang. In Gruppen eingeteilt, wurden die Schülerinnen und Schüler dann von Messeguides durch die Hallen geführt. Die Rundgänge richteten sich nach den Themen, die im Vorfeld ausgesucht wurden. Je nach Tour ging es um Forschung & Entwicklung, Industrieanimation und IT, Industrielle Zulieferungen, Antriebs- und Fluidtechnik oder Energie- und Umwelttechnologien. In der „Tec2You“-Halle konnten die Jugendlichen Technik an Mitmachständen aktiv erleben.

Viele neue Eindrücke

„Ich fand den Besuch der Messe sehr interessant. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, und ich habe viele Eindrücke mitgenommen“, sagt der 17-jährige Nils Müller vom Märkischen Gymnasium in Iserlohn. Er war mit seinem Physik-Leistungskurs auf der Messe und überlegt, nach dem Abi beruflich in den technischen Bereich zu gehen. Laura Ascherfeld (17), Sabrina Schindler (18) und Florina Schulze (18) waren mit dem Bio-LK der Gesamtschule in Haßlinghausen ebenfalls von den vielen Eindrücken begeistert. „Es ist spannend, was man hier alles sehen kann, was es an Innovationen und technischer Entwicklung gibt“, so die Schülerinnen der Stufe 12. Der 17-jährige Simon Kurz vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Wetter fand die Messe ebenfalls beeindruckend. Er hat schon ganz konkrete Berufswünsche. Am liebsten würde er im IT-Bereich arbeiten. Simon hat auf der Messe einige Firmen angesprochen und sich so Informationen zum Dualen Studium in diesem Bereich geholt.

Firmen aus dem Kammerbezirk der SIHK waren ebenfalls Ziel der Schüler, bevor die Busse sie wieder zurück in die Heimat fuhren. Bei Dornbracht aus Iserlohn konnten sie etwa sehen, wie die Armaturen hergestellt werden und erfahren, was dahinter steckt. Jan Hoffmann, Personalreferent bei Dornbracht, kommentierte: „Ich finde die Aktion der SIHK gut, heimische Unternehmen und Schüler hier auf der Messe zusammenzuführen. Vielleicht kann über diesen Weg auch ein nachhaltiger Kontakt entstehen.“