Schlechter Stil gegenüber Helferin des Hauses

Krätze im Zauleck-Haus..  Seit vielen Jahren bin ich ehrenamtlich alle 14 Tage im Zauleck-Haus tätig, sorge für Klaviermusik, während die Heimbewohner und ihre Besucher bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen eine frohe Stunde verbringen. Nach der Stunde bedanken sich einige Personen bei mir immer für die musikalische Unterhaltung. Ein älterer Herr meinte kürzlich, er fühlte sich 60 Jahre zurück versetzt beim Anhören der alten Volkslieder und Musikstücke aus seiner Jugendzeit.


Im Oktober 2014 wurde bei mir „fachärztlich“ die Krätze festgestellt, die schon lange Monate zuvor im Zauleck-Haus bis jetzt um sich greift. Meine Hautärztin verordnete auch mir die Tabletten aus Frankreich, die auch die Bewohner des Zauleck-Hauses, die von Krätzemilben befallen waren, einnehmen mussten.


Eine Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes des Hauses rief mich an und sagte, ich solle die Tabletten einnehmen, sobald diese bei der Apotheke angekommen seien. Am 30. Oktober war es so weit. Am 11. November mussten die Tabletten zum zweiten Mal geschluckt werden.


Der Kampf gegen Krätze ist sehr aufwendig und anstrengend. Waschen, Einreiben, Wäsche wechseln – auch nachts. Über zwei Monate war ich isoliert. Dadurch verlor ich ein großes Stück an Lebensqualität. Meine Vertraute, die mir im Haushalt hilft, kam viele Wochen täglich zu mir und rieb mir den Rücken ein, da ich das nicht alleine konnte.

Am 26. März war ich das erste Mal wieder im Zauleck-Haus. Am 27. März konnte ich mich mit einer anderen Mitarbeiterin des Hauses unterhalten. Sie machte sich Kopien vom Rezept und den Apotheken-Rechnungen. Meine Kontonummer liegt vor. Bis heute gibt es keine Reaktion.


Auf telefonische Nachfrage hieß es wiederholt: Keine Zeit. Am 23. April erinnerte ich noch einmal telefonisch an mein Schreiben vom März. Ich bekam nur zu hören: „Es steht ja gar nicht fest, dass Sie die Krätze im Zauleck-Haus bekommen haben.“ Für mich ist diese Antwort ganz schlechter Stil.
Hannelore Althoff, Wetter