Sammelaktion für Oberlin-Schule

Ende/Wetter..  Die Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Herdecke-Ende ziehen in diesen Tagen wieder von Haus zu Haus, um für die Oberlin-Schule der Evangelischen Stiftung Volmarstein zu sammeln. „Ohne diese Aktion könnten wir bestimmte Dinge nicht durchführen oder anschaffen“, betont Schulleiterin Annemarie Schünadel. In der Oberlin-Schule werden fast 300 körperbehinderte Kinder und Jugendliche gefördert. Vom Erlös der Konfirmanden-Aktion engagiert die Schule zum Beispiel eine Trainerin, die einen Selbstbehauptungskurs anbietet – und zwar speziell für Behinderte. Der nächste Kurs ist für März geplant.

Gerade Behinderte, so der Hintergrund, können im Alltag als sichtbar Schwächere schnell dumm angesprochen oder sogar belästigt werden. Darüber hinaus ist geplant, Dreiräder für die Kinder der Oberlin-Schule anzuschaffen sowie ein Gartenhäuschen, um draußen Spielsachen aufzubewahren.

„Freundlich sein!“

Bis Mittwoch, 11. Februar, sind die Konfirmanden der Evangelischen Kirchengemeinde Herdecke-Ende in Zweier- und Dreier-Gruppen in fast allen Straßen in Ende unterwegs, um für die Oberlin-Schule zu sammeln. Wenn sie an der Tür klingeln, gilt als oberstes Gebot: „Freundlich sein!“ Pfarrerin Dörte Godejohann, die die Aktion betreut, hat die Jugendlichen entsprechend vorbereitet.Vor dem Start der Sammelaktion haben die Konfirmanden bei einem Tagesausflug die Oberlin-Schule kennengelernt und einzelne Klassen und Gruppen besucht.

Die Spendenaktion zugunsten der Evangelischen Stiftung Volmarstein hat bereits eine jahrzehntelange Historie: Schon kurz nach dem 2. Weltkrieg waren die Konfirmanden für die damaligen „Krüppelanstalten Volmarstein“ unterwegs. Allerdings sammelten sie zu dieser Zeit kein Geld, sondern Hühnereier. Passend dazu fand die Aktion immer kurz vor Ostern statt