Runder Tisch war eine Farce
14.12.2010 | 17:36 Uhr 2010-12-14T17:36:00+0100
Wetter.Der „Runde Tisch Heimerziehung“ in Berlin hat seine Arbeit nicht richtig gemacht. So kommentiert die Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim den Schlussbericht, den der Runde Tisch jetzt vorgelegt hat.
Die Freie Arbeitsgruppe hatte sich 2006 gegründet. Sie wollte Misshandlungen an behinderten Kindern im ehemaligen Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein erfassen und öffentlich machen. Der Heimerziehung in Behinderteneinrichtungen aber habe sich der Runde Tisch nicht stellen wollen und sich auf Jugendhilfe beschränkt.
Die Arbeitsgruppe „empfindet es ebenfalls als Skandal, dass die Verbrechen an Säuglingen und Kleinkindern keine Aufarbeitung erfahren haben. In den damaligen Orthopädischen Anstalten Volmarstein wurde Gewalt auch an Kleinkindern verübt.“ Der Runde Tisch sei eine „Farce“, so die Opfergruppe. Sie hat den Eindruck gewonnen, „dass hier Zeit geschunden wurde, in der die Zahl der Anspruchsberechtigten durch Tod minimiert wurde.“
Hart ins Gericht geht die Arbeitsgruppe auch mit den Kirchen, mit Caritas und Diakonie. Entschuldigungen bei den damals anvertrauten Heimkindern habe es zwar gegeben. Beim Thema Wiedergutmachung aber werde weiter ausgewichen.
00:22
Der Abschluss des Runden Tisches ist ein Witz!
Frau Volllmer jedoch nennt ihn erfolgreich!
Für wen?
Für Kirchen und Staat, für Caritas und Diakonie mit Sicherheit!
Da heißt es jetzt:
Prima, die blöden Heimkinder über den Tisch gezogen, den runden!
Gesicht gewahrt!
Geld gespart!
Hoch die Tassen!
Kinder prügeln bis die Knochen splittern, treten, mit Stromschlägen foltern, nachts im Schnee stehen lassen, urinnasse Laken um die Ohren hauen, in Badewannen fast ertränken, halb verhungern lassen, Erbrochenes zu essen zwingen, vergewaltigen... billig!
ABER - man kann sie ja auch noch für sich schuften lassen! Unter Zwang und ohne Lohn versteht sich! Dann verdient man noch ein paar Milliarden an ihnen!
Man weiß ja: Kirche will auch leben, Staat und Industrie sind immer froh über ein kleines Zubrot. Und auch des Bischofs Rente will ja schließlich bezahlt sein...
Wofür werden die Blagen denn in die Welt gesetzt?
Hoch die Tassen!
Nur eines sollte bei alledem nicht vergessen werden: Noch sind wir nicht tot! Und solange wir es nicht sind, werden wir weiterkämpfen!
JETZT ERST RECHT!!!
11:22
#6
Mit den Königsbergern Diakonissen zogen 1947 im Johnna Helenen Heim Angst und Schrecken ein!
Mit Ihrem gehen nach ca. 20 Jahren begann eine neue Zeit!
11:12
#5
Da sind Sie wohl nicht so ganz auf dem laufenden.
Das ganze Elend und Leid der Kinder wurde von zwei Historikern aufgearbeitet und in einem Buch zusammengetragen, (das vergessene Haus) vorgestellt und dem ESV Vorstand Jürgen Dittrich übergeben wurde es von den Autoren( Ulrike Winkler und Hans Walter Schmuhl) im März dieses Jahres.
Auch hier hielt mein Bürgermeister es nicht für nötig dabei zu sein.
Er zog es vor, sich lächelnd auf der konstituierenden Sitzung des VDK zu präsentieren. Was sind schon zahlreiche gequälte Kinder in einem fast vergessenem Wetteraner Kinderheim!
10:56
Jugendamt - wenn ich das schon höre. Die werden doch erst aktiv, wenn etws passiert ist oder wenn Eltern denunziert werden. Jaa, dann werden sie ganz schnell.
Zurück zu Volmarstein: Glaubt irgendjemand, dass heute noch ehemalige Erzieher des Johanna-Helenen-Heimes im Dienst sind? Wenn die Kindesmißhandlungen in den 50-70-iger Jahren stattgefunden haben, sind die doch alle in Rente.
Die ESV sollte daher mal in ihrem Archiv kramen und die damaligen Personallisten des Johhanna-Helenen-Heimes vorlegen.
10:03
Also mit Geld kann mann das Unrecht wettmachen. Ich dachte die die Schuldigen sollten gefunden werden.
19:01
Das würde mich auch interessieren, combo59! Seitens der Stadt Wetter wehte bisher nur ein laues Lüftchen. Unser aller Bürgermeister bekundete sein Beileid: “Dennoch möchte ich es nicht versäumen, mich des Schicksals anzunehmen und auf diesem Wege meine aufrichtige Anteilnahme auszusprechen.”
http://gewalt-im-jhh.de/Was_wir_wollen_-_zwischen_Ents/Wetter_nicht_zustaedig_030609.jpg
Und dabei blieb es auch. Schlimmer noch: Über Wetter brach ein kollektiver Gedächtnisschwund ein; Quasi ein Behördenalzheimer. Kein Mensch kann (oder will?) sich mehr daran erinnern, dass Volmarstein über ein Jugendamt verfügte. Aber die Sonne, hier in Form des Internets, bringt es an den Tag und beendet das kollektive Nichtwissen(wollen?):
http://gewalt-im-jhh.de/Wetter_zu_Jugendamt_Volmarstein2_010210.jpg
http://gewalt-im-jhh.de/Aufsichtspflicht_-_Wer_war_zus/aufsichtspflicht_-_wer_war_zus.html
Nun, nachdem die Behinderten Opfer von Terror und Gewalt keinen müden Cent erhalten, ist Bürgermeister Hasenberg in moralischem Verzug. Sein Vorgänger Henning, Bürgermeister von Volmarstein und das damalige Jugendamt haben ihre Aufsichtspflicht nicht wahrgenommen. Zusammen mit der Evangelischen Stiftung Volmarstein, dem Ennepe-Ruhr-Kreis, der auch Jahrzehnte gepennt hat, und den Landschaftsverbänden, die wie ein Strauß je ihren Kopf ganz tief im Sand verbuddelt haben (wenn ich die nicht sehe, sehen die anderen auch nicht) müssen sie nun überlegen, wie sie den Opfern einen erträglichen Lebensabend bereiten. Daran wird sichtbar ob Beileidsbekundungen ernstgemeint oder Worthülsen sind.
Helmut Jacob
14:08
Bin selber ein Opfer der Heimerziehung! Ich wurde vom ersten Tag meines Aufenthaltes in Halfershof, von Erziehern und deren Lieblingen aus dem Kreis der Zöglinge,sexuell missbraucht.....und das fast vier Jahre lange Jahre.
Der runde Tisch hat auf ganzer Linie versagt!
Der LVR gibt lieber Geld für eine Aufarbeitung der Heimerziehung aus, statt es in einen Topf mit den Kirchen und Ländern zu geben um das Unrecht mit einer kleinen Erhöhung ( € 300.-)der Rentenzahlung als Wiedergutmachung zu leisten.
Ich schiebe eine dicken Hals, wie Institutionen hier im Land mit Opfern umgehen! Man sollte diese Damen und Herren vom Runden Tisch in Berlin mal richtig aufklären! Meiner persönlichen Meinung nach, sollten diese Leute in Steintafeln geschlagenes Gesetze mit den § 1 und 2 des Grundgesetzes, um die Ohren gehauen werde, jeden Tag!
Die Opfer werden noch verhöhnt und mit peanuts abgespeist. Obwohl dieser Zusatzbeitrag endlich ist...............fast alle Opfer sind schon älter....ich bin 65 Jahre.
mit freundlichen Grüßen
Dieter Otto-Lange
02:41
Der Überschrift kann man eigentlich nichts hinzufügen!
... vielleicht nur die Feststellung, dass hier bis auf drei Ausnahmen praktisch nur Vertreter der Täter zusammen saßen und Vorsitzende war die ehemalige Chef-Kirchenlobbyistin der grünen Bundestagsfraktion und die unter anderem dadurch hervorgetreten ist, dass sie die Missbrauchsdebatte hinsichtlich der katholischen Kirche letztlich als kirchenfeindlich gebrandmarkt hat. Man kann sich daher allenfalls über die Naivität derjenigen wundern, die erwartet haben, dass bei der Konstellation eine ehrliche Aufarbeitung erfolgt und es für die Geschädigten eine echte Hilfe gibt, von ausreichender finanzieller Wiedergutmachung ganz zu schweigen.
20:56
Welch Meinung hat mein Bürgermeister hierzu? Er ist Mitglied im Kuratorium, und erster Bürger der Stadt!