Roter Milan und Braunes Langohr fühlen sich im Elbschebachtal wohl

Wetter..  Vogelkundler können es tagtäglich erleben, wenn der Rotmilan, der etwas größer als ein Mäusebussard ist, seine Kreise über Hiddinghausen an der Stadtgrenze zu Witten und Wetter zieht. In Deutschland kommt der größte Teil des Weltbestandes vom Rotmilan vor. Hiddinghausen, so der ortsansässige Kreisverbandsvorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Gerhard Naendrup, leiste hier einen wichtigen Beitrag, denn es beherberge gleich zwei Brutpaare des reviertreuen Raubvogels, der streng geschützt ist.

Das stark strukturierte Hügelland mit seinen alten Laubholzwäldern ist aber auch für andere Tierarten mit europäischem Schutzrang von großer Bedeutung, zum Beispiel für Fledermäuse wie dem Großen und Kleinen Abendsegler oder auch dem Braunen Langohr.

Das Naturschutzgebiet Elbschebachtal mit der noch weitgehend intakten Kulturlandschaft im Städtedreieck Wetter/Witten/Sprockhövel stellt damit einen wichtigen Rückzugsraum für viele Tierarten dar. Es gelte also – so Gerhard Naendrup – diese Strukturvielfalt zu erhalten und deren Bedeutung für den Artenschutz zu dokumentieren.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald plant daher eine Kartierung der in diesem Raum vorkommenden Fledermausarten, da diesbezüglich noch gar keine Bestandsdaten vorliegen.