Rosen-Taufe, Kreative Straße und Feuerwerk zum Abschluss

Maiwochenprogramm für den Nachwuchs: Die Kreative Straßebot am Samstag wieder viel Unterhaltung für Kinder.
Maiwochenprogramm für den Nachwuchs: Die Kreative Straßebot am Samstag wieder viel Unterhaltung für Kinder.
Foto: Nina-Maria Haupt
Was wir bereits wissen
Die 41. Maiwoche endete in Herdecke mit 15 Minuten Feuerwerk. Zuvor gab es noch eine Rosen-Taufe, die Kreative Straße und den Bürgerfrühschoppen.

Herdecke..  Seit Samstag hat sie offiziell ih­ren Namen: die Herdecker Stiftsro­se. Am Abschlusstag der 41. Maiwoche taufte die Herdecker Stiftsdame Elke Bojarra die neue Rosensorte auf dem Stadtfest. „Wir fanden, dass Herdecke eine eigene Rose haben sollte“, erklärt Züchter Thorsten König. Außerdem soll sie ein Dankeschön sein an die Stadt, denn für jede verkaufte Blu­me gehen fünf Euro an ein soziales Projekt vor Ort. Welches das sein wird, ist noch nicht entschieden. „Auf jeden Fall etwas Nachhaltiges, wo alle Bürger etwas von haben, zum Bei­spiel eine Renaturierung“, so Kö­nig.

Da die Stadt Herdecke um das Stift herum entstanden ist, sind die Rosenblüten weiß und die Knos­pen gelb – denn: „Weiß und gelb sind kirchliche Farben. Weiß ist auch die neutralste Farbe, sie hat keine spe­zielle Zielrichtung“, erläutert König.

Die ersten Pflanzen haben schon ein neues Zuhause. „Wir sind Herdecker, da muss man doch auf dem Balkon oder im Garten eine Stiftsrose haben“, sagt Angela Heun, die sofort eine gekauft hat. Auch Heinz Blothe hat sich eine ge­sichert. „Wir sind Ur-Herdecker. Un­sere Familie lebt seit dem 14. Jahr­hundert hier.“ Da ist es selbstver­ständlich, dass demnächst eine Herde­cker Rose auf der Terrasse steht.

Auch die Stadt bekommt eine der Blumen, die nach ihr benannt sind. „Auf dem Stiftsplatz steht schon eine Ruhrtalrose. Die Stiftsrose soll nun auch einen tollen Standort be­kommen“, kündigt Bür­germeisterin Katja Strauss-Köster an. Sie hat noch vor der Taufe das erste Exem­plar der Blume ver­schenkt – an den Bürgermeister der Partnerstadt Blankenburg, Hanns-Michael Noll.

Mit ihm zusammen sticht sie beim Bürgerfrühschoppen am Samstag das Bierfass an. Die Stiftsdame verteilt anschließend das Bier an die Besucher. „Das ist ein sehr traditionelles Fest. Ich bin auch schon als Kind und Jugendli­che hier gewesen – und jetzt eben als Stiftsdame“, erklärt Elke Bojarra.

Ringer von Anfang an dabei

Herdeckes Symbolfiguren Stiftsdame und Sackträger, den Jupp Urbatzka seit fünf Jahren darstellt, sind nicht die einzigen, die schon seit langem dabei sind. Die Herdecker Ringer etwa haben zum 41. Mal ihre Stände aufgebaut. Mehr als 60 Hel­fer von ihnen sind im Einsatz, gril­len, verkaufen Getränke und Waf­feln. Die Einnahmen wollen sie für die Jugendarbeit verwenden und um gemeinsam zu Wettkämpfen zu fahren. Stellvertretend für den Ver­ein nimmt der erste Vorsitzende Frank Meyer die Ehrungen der Bür­germeisterin entgegen – und lässt sich zusammen mit ihr und der Stiftsrose fotografieren.

„Wir sind froh, dass das Wetter so toll war, dass sich viele Vereine präsentieren konnten und dass es ein friedliches, tolles Fest war. Da geht einem als Bürgermeisterin das Herz auf“, sagt Strauss-Köster. Sie macht sich auf den Weg, um mit ihren beiden Kindern auf die Krea­tive Straße zu gehen. Die ist vor dem Rathaus aufgebaut. Dort kön­nen Kinder basteln und Bänder knüpfen, sie werfen mit Bällen auf Holzfrösche und Zielscheiben oder lassen sich bunte Strähnen in die Haare flechten. Direkt vor dem Rathaus ankert zudem eine Hüpfburg in Form eines Piraten­schiffes.

Stadtquiz wird fortgesetzt

Für die Erwachsenen gibt es in die­sem Jahr zum zweiten Mal ein Stadtquiz. Auf den Tischen liegen Postkarten mit drei Fragen zur Her­decker Stadtgeschichte. Wer sie richtig beantwortet, kann einen Gutschein für ein Essen in einem italienischen Restaurant gewinnen. Als zweiten und dritten Preis gibt es je ein Partyfass Bier.

Das ist aber nicht der einzige Zweck: „Die Leute unterhalten sich über die Stadtgeschichte“, erklärt Wilfried Klaussner vom Stadtmarketing und aus dem Organisations-Team. „Sie sollen miteinander ins Gespräch kommen. Wer etwas nicht weiß, geht vielleicht auf andere zu und fragt.“

So hat es auch Gudrun L. gemacht, die seit 30 Jahren in Herdecke wohnt. „Die Jahreszahl war das schwierigste“, findet sie. Trotzdem hat sie beim Quiz schnell heraus bekommen, seit wann Herdecke die Stadtrechte hat. Jetzt hofft sie, bei der Ziehung der Gewinner Anfang dieser Woche Glück zu haben und einen Preis zu gewinnen.

Im kommenden Jahr soll es auf je­den Fall wieder ein Stadtquiz geben, kündigt Klaussner an. Und natür­lich auch eine Maiwoche: „Das ist ein richtiger Treff. Auswärtige kom­men her und Menschen, die aus Herdecke weggezogen sind. Sie treffen hier ihre alten Freunde.“