Röhre statt alter Bruchstein-Brücke

Dass die Belastung für das Wohngebiet rund um die Höltkenstraße während der Bauphase auf dem Elberg hoch wird, darin sind sich alle einig. Doch auch die Verkehrssituation danach ist für viele Anwohner ein Thema. Vor allem die Engstelle an der Brücke über den geplanten Radweg bereitet den Bürgern Sorge. Frieder Altrogge von S-Projekt stellte nun eine zweite Lösungsvariante vor, die vor allem für Fußgänger diesen Bereich entschärfen soll. War der Projektentwickler der Sparkasse bisher davon ausgegangen, dass eine neue Brücke parallel zur bestehenden gebaut werden müsste, gibt es nun auch eine Planung, die weitaus günstiger ist. „Wir können an die Brücke einen Fußgängersteg anhängen“, so Altrogge. Untersuchungen der Betonauflagen (Schrammborde) und des Brückenkörpers hätten ergeben, dass eine Befestigung eines 1,50 Meter breiten Steges möglich seien. „Eine Lösung, die wir eigentlich schon seit 30 Jahren bräuchten“, so der Kommentar eines Anliegers.

Eine dritte Variante, die ein Anlieger ins Spiel brachte, ist nach Ansicht von Fachbereichsleiter Manfred Sell zwar „charmant“, aber hat wohl wenig Chancen auf Realisierung: „Reißen Sie die Brücke ab, legen Sie eine Röhre auf den Radweg und schütten Sie alles mit Abraum zu“, so der Anwohner der Höltken­straße. Da könne die Stadt sogar noch etwas verdienen, wenn man die Deponiekosten für Abraum in Betracht ziehe. Den Verlust der Brücke würden allerdings nicht alle Anlieger gutheißen, sei das Bauwerk doch durchaus „kunsthistorisch beachtenswert“, wie eine Anliegerin in einem Schreiben an die Verwaltung formuliert hat.