Rettungsaktion für Stork läuft an
10.06.2009 | 17:09 Uhr 2009-06-10T17:09:00+0200Neuer Rat, neue Beschlüsse - die frisch gegründe- te „Interessengemeinschaft Stork” hofft auf die Zeiten nach der Kommunalwahl im August. „Politiker dürfen sich auch einmal umentscheiden”, sagt Dagmar Müller, eine der Aktiven aus der IG Stork, und sieht auch erste Anzeichen für einen Sinneswande
Derzeit ist die Planung für ein Gewerbegebiet zwischen Berufsbildungswerk der ESV und Autobahn A 1 in vollem Gange - und der Bürgerprotest dagegen eine feste Form. Die IG Stork versteht sich als parteipolitisch unabhängiger und freier Zusammenschluss. Christina Kramer vom Bund für Umwelt- und Naturschutz, kurz BUND, ist ebenfalls eine der Aktiven. Sie lobt die breite Basis, auf der das Bündnis stehe: Naturschützer, Landwirte und Nachbarn säßen zusammen an einem Tisch, „eine außergewöhnlich Allianz”, wie Christina Kramer findet: „Das bedeutet viele Stärken, und keiner muss alleine vorne stehen.”
Rund 60 Bürger waren am Montag der Einladung der Interessengemeinschaft gefolgt und in die Scheune von Hof Hinnebecke gekommen. Sie konnten erfahren, was die Stadt Wetter in dem derzeitigen Wald-, Landwirtschafts- und Naherholungsgebiet plant und was die Vorläufer der IG Stork bereits dagegen unternommen haben. Besonders wichtig aber: Was sollte in den nächsten Monaten getan werden, damit ein Umdenkungsprozess bei den politisch Verantwortlichen in Gang kommt.
Eine Unterschriftenaktion zählt zum Aktionsprogramm und wurde am Montag gestartet. Wer unterzeichnet, tritt damit für einen Erhalt von Natur und Naherholung ein und erteilt einer „umfangreichen Flächenversiegelung” eine Absage. Kurz vor der Kommunalwahl am 30. August soll es dann auch eine Podiumsdiskussion mit Vertretern aus Politik und Stadtverwaltung geben.
Internet-Auftritt zeigt
Bilder der Idylle
„Rettet den Stork”, steht über dem Aufruf zur Unterschrift, „www.stork-retten.de” lautet die Adresse des Internetauftritts, der binnen weniger Tage weit über 1000 Aufrufe verzeichnet hat. Wer will, kann sich ein Filmchen auf dem PC zeigen lassen, die Rinder auf Hof Hinnebecke bestaunen oder eine Gelbbauch-unke - und er kann nachlesen, warum aus Sicht der IG der Stork kein Gewerbegebiet werden darf.
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