Rat bringt neue Schule auf den Weg
23.09.2011 | 16:26 Uhr 2011-09-23T16:26:51+0200
Wetter.Schulausschuss und Rat haben sich mit großer Mehrheit für die Einrichtung einer Sekundarschule ab dem Schuljahr 2012/2013 in Wetter ausgesprochen. Letztlich entscheidend ist aber - wie in allen anderen Städten im Land auch - der Elternwille. Dazu muss eine Elternbefragung durchgeführt werden. Wollen die Eltern diese Schule nicht, wird es sie nicht geben.
Was ursprünglich mal als Gemeinschaftsschule geplant war, hat nun - vereinfacht gesagt - einen anderen Namen bekommen. Der Grund: CDU, SPD und Grüne im Land haben sich in Sachen Schulpolitik geeinigt. Das heißt: Für die Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 10) soll es in Nordrhein-Westfalen künftig auch Sekundarschulen geben.
Pädagogisches Konzept
liegt bereits vor
Das pädagogische Konzept, das in Wetter bereits für die Gemeinschaftsschule erarbeitet worden ist, kann laut Fachbereichsleiter Dietrich Thier bis auf drei kleine Änderungen nun für die Sekundarschule „benutzt“ werden. Die Sekundarschule muss einen Kooperationsvertrag mit einer Schule abschließen, die zum Abitur führt - hier in Wetter soll das das Geschwister-Scholl-Gymnasium sein. Sie soll darüber hinaus alle Anforderungen an die Inklusion erfüllen. Heißt: Die „Schule am See“, so ihr Arbeitstitel, soll komplett barrierefrei werden - auch im pädagogischen Bereich.
FDP als einzige
Fraktion dagegen
SPD und Grüne lobten das Schulkonzept als Chance für Eltern und Kinder. Auf Antrag der CDU wurde dem Beschluss-Vorschlag schließlich als Kompromiss noch ein Zusatz darüber angehängt, dass bei der Elterninformation in den Grundschulen der Unterschied zwischen integrierter und teil-integrierter Schulform dargestellt wird und darüber auch ein Meinungsbild zum Wunsch der Eltern erhoben wird. Im Schulausschuss und in der anschließenden Ratssitzung stimmten alle Fraktionen für den Beschluss. Nur die FDP sprach sich dagegen aus, die Sekundarschule vorzubereiten und begründete dies in ausführlicher Stellungnahme. Darin heißt es u.a., Gesetz und Lehrpläne seien noch nicht festgezurrt und Fragen zu den Räumen und eventuell notwendigen Umbaumaßnahmen noch ungeklärt. Der Vertreter der NPD enthielt sich.
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